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Weiter Intel-Modems im iPhone – aber nicht mehr lange

Nach Apples Einigung mit Qualcomm sollen Basebands von Intel noch länger in iPhones verbaut werden. Inzwischen gibt es Hintergründe zu dessen 5G-Ausstieg.

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Wäre gerne ein großer Player im Mobilfunksektor: Der PC-Chip-Bauer Intel.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Bei Intel rechnet man damit, auch noch die kommende iPhone-Generation mit Mobilfunkchips zu versorgen. Diese Andeutung hat der CEO des Prozessorherstellers, Bob Swan, in einer Telefonkonferenz vor Analysten gemacht. Apple hatte sich bei neueren iPhone-Modellen komplett auf Modem-Chips von Intel verlassen, nachdem der große Lizenzstreit mit Qualcomm ausgebrochen war. Apple hatte dem Chip-Spezialisten vor gut zwei Jahren in einer Klage vorgeworfen, zu hohe Gebühren für Patente zu verlangen und den Wettbewerb zu behindern. Qualcomm konterte mit Patentverletzungs-Vorwürfen.

Vergangene Woche einigten sich Apple und Qualcomm überraschend am zweiten Verhandlungstag im potenziell entscheidenden Prozess zur ursprünglichen Klage in Kalifornien. Apple werde Chips bei Qualcomm beziehen, hieß es. Nur wenige Stunden später gab Intel den Ausstieg aus dem Markt für Smartphone-Modems bekannt. Es werde keine Basebands für den neuen Mobilfunkstandard 5G von dem Hersteller geben, hieß es. Apple ist dadurch gezwungen, wieder zu Technik von Qualcomm zu greifen oder sein Glück bei Konkurrenten wie Samsung zu suchen.

Ob die Einigung mit Qualcomm Intels abruptes Ende der Modemfertigung verursacht hat oder es dem Unternehmen umgekehrt nicht gelang, 5G-Chips zu produzieren, wird seit längerem gerätselt. Intel stellte nun klar, dass der Konzern aus dem Geschäft mit Smartphone-Modems ausstieg, weil der wichtige Kunde Apple seinen Patent-Streit mit dem Konkurrenten Qualcomm beigelegt hatte. Nach dieser Einigung habe Intel keinen Weg gesehen, in dem Markt profitabel zu agieren, sagte Konzernchef Swan dem Wall Street Journal.

Beim iPhone wird nicht vor 2020 mit 5G-Modellen gerechnet. Entsprechend kann Apple in diesem Jahr bei Intel-Technik bleiben. In der Branche gilt als ausgemacht, dass niemand technisch weiter bei dem neuen Mobilfunkstandard ist als Qualcomm; Apple selbst werkelt zwar an eigenen Modemchips, ist hier aber augenscheinlich noch lange nicht soweit.

Die Einigung mit Qualcomm soll für Apple reichlich teuer sein. Angeblich flossen einerseits Milliarden US-Dollar für noch ausstehende Lizenzen, andererseits wurden die Gebühren pro abgesetztem iPhone erhöht, was Qualcomm dicke neue Gewinne verspricht. (mit Material der dpa)

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(bsc)