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Weiterhin PDF-Probleme in macOS Sierra

Mit dem Update 10.12.4 seines Mac-Betriebssystems hat Apple verschiedene Fehler in der PDF-Implementierung behoben. Allerdings sind immer noch Bugs vorhanden, berichten Entwickler.

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EagleFiler gehört zu den Apps, die betroffen sind.

(Bild: Entwickler)

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Nachdem Apple in macOS Sierra massiv an seiner PDF-Integration geschraubt hatte, was zu diversen Bugs führte, sollten die Probleme mit dem jüngsten Betriebssystem-Update 10.12.4 eigentlich gelöst sein. Wie sich nun zeigt, ist dies aber nicht der Fall. Wie verschiedene Entwickler in der vergangenen Woche gegenüber der Fachpublikation Tidbits angaben, sind davon insbesondere Entwickler betroffen.

Diese hatten schon zuvor darüber geklagt, dass macOS Sierra die PDF-Integration "kaputt" mache. Apple hatte die iOS-Version der PDF-Engine PDFKit mit der macOS-Variante auf eine gemeinsame Basis gestellt und dabei verschiedene seit langem vorhandene Funktionen beschnitten sowie verschiedene Fehler eingeführt. Gegenüber Tidbits sagte nun der Entwickler Christian Grunenberg von Devon Technologies, macOS 10.12.4 habe zwar einen seiner zuvor eingefügten Workarounds unnötig gemacht, aber einen neuen Bug eingeführt.

Unter 10.12.4 können demnach unter bestimmten Umständen PDF-Dokumente sowohl die App DEVONthink als auch Apples Vorschau-App einfrieren lassen. Die Seitenleiste erscheint teilweise nicht vollständig. Manchmal werden PDFs zudem unscharf dargestellt – ein Bug, den wir auch in der Mac & i-Redaktion nachvollziehen konnten.

Michael Tsai von C-Command, der unter anderem in der Datenbank-App EagleFiler auskömmlich mit PDFs arbeitet, will insgesamt vier gefixte PDF-Bugs in 10.12.4 festgestellt haben. Vier weitere seien noch offen. Allerdings liegen ihm auch Nutzerberichte vor, wonach es in 10.12.4 nun gelegentlich zu Abstürzen beim Aufrufen von PDFs kommen kann.

Probleme soll es laut Tidbits auch noch mit großen oder verschlüsselten PDF-Dateien geben – sowie vor allem mit Apps, die PDFKit nutzen. Wurden diese nicht für macOS Sierra aktualisiert und gegebenenfalls mit Workarounds versehen, macht deren Benutzung wenig Spaß.

macOS gilt eigentlich wegen seiner vielfältigen, direkt ins Betriebssystem integrierten PDF-Unterstützung als vorbildlich. Wer nun Probleme mit Vorschau und Co. hat, kann zu Alternativ-Apps greifen – etwa Adobes Reader oder PDFPen (bsc)