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Weniger Nintendo Switch wegen Apple

Der japanische Spielekonzern streitet sich einem Medienbericht zufolge mit dem iPhone-Produzenten um in Asien produzierte Komponenten. Offenbar reichen die nicht für beide Firmen aus.

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Nintendo Switch

Mit dem Switch will Nintendo an die Tradition seiner mobilen Spielegeräte seit dem Gameboy und auch an den großen Erfolg der Wii-Konsole vor zehn Jahren anknüpfen.

(Bild: dpa, Christophe Gateau)

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Nintendos aktueller Hoffnungsträger, das kombinierte stationäre und mobile Videospielsystem Switch, verkauft sich bereits gut. Allerdings könnte es künftig vermehrt zu Engpässen bei der Auslieferung kommen. Der Grund: Nintendo streitet sich mit Apple um wichtige Komponenten, die in Asien, vor allem in China und Japan, hergestellt werden.

Wie das Wall Street Journal meldet, würde Nintendo gerne bis März 2018 fast 20 Millionen Einheiten herstellen, auch wenn das offizielle Verkaufsziel für dieses Jahr nur bei 10 Millionen lag. Allerdings fehlt es unter anderem an NAND-Speicherchips, LCD-Bildschirmen und Vibrationsmotoren für die Switch-Controller.

Im NAND-Sektor sei die Nachfrage wesentlich größer als das Angebot, so eine Sprecherin von Toshiba. Kaufen würden Smartphone-Hersteller – Apple und verschiedene weitere Hersteller sind Kunden – und auch Ausrüster für Rechenzentren. Experten zufolge werde sich die Lage noch verschärfen. Die Nachfrage nach dem iPhone 7 sei weiterhin vorhanden und das "iPhone 8", das im Herbst erscheinen dürfte, sorge dafür, dass die Komponentenhersteller weiterhin mit voller Kapazität ausgelastet seien.

Nintendo hat dem Bericht zufolge auch das Problem, dass Konkurrenten wie Apple bessere Bedingungen für die Komponenten bieten können. So fallen die Bestellungen größer aus und die bestellte Technik ist unter Umständen neuer und teurer. Sollte Nintendo mehr Geld für Komponenten ausgeben, könnte die in den USA für 300 Euro verkaufte Konsole in die roten Zahlen rutschen, was Nintendo-Präsident Tatsumi Kimishima unbedingt vermeiden will. Im ersten Monat hatte Nintendo 2,74 Millionen Stück der Switch absetzen können. Man rechne weiterhin mit hoher Nachfrage, hieß es. (bsc)