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Werbeprogramm: Apple pusht Apple Music – und wertet Songverkäufe ab

Dem Konzern ist sein Streamingdienst mittlerweile deutlich wichtiger als der traditionelle iTunes Music Store. Das zeigt sich nun in einem veränderten Affiliate-Angebot.

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Apple Music auf Android-Geräten

Apple Music gibt's auch für Android – als eines der wenigen Apple-Angebote für Hardware von anderen Herstellern.

(Bild: dpa, Lukas Schulze)

Apple will verstärkt Nutzer zum hauseigenen Streamingdienst Apple Music locken – und weniger ins traditionsreiche Download-Angebot iTunes Music Store. Dieses Schluss lässt zumindest eine Umstellung beim Werbeprogramm für diese Dienste zu, die in dieser Woche bekannt wurde.

Teilnehmer von Apples Affiliate-Programm, über das man mit speziellen Links beim Abschluss von Apple-Music-Verträgen oder iTunes-Music-Store-Downloads eine Provision erhalten kann, wurden per E-Mail über gewichtige Änderungen im Auszahlungsplan informiert. Wer einen neuen, zahlenden Nutzer des Streamingdienstes wirbt, bekommt ab dem 5. April 2018 nicht mehr wie zuvor 50 Prozent der ersten Monatsgebühr, sondern 100 Prozent. Ausgezahlt wird allerdings wie gehabt erst dann, wenn aus der dreimonatigen Probephase ein kostenpflichtiges Abo wurde. Auch sind nicht alle Mitgliedschaften weltweit verfügbar.

Während die Apple-Music-Provisionen hochgehen, reduzieren sie sich beim Direktverkauf von Songs und Alben im iTunes Music Store – und zwar beträchtlich. Hier zahlt Apple weltweit künftig nur noch 2,5 Prozent. Das ist ein Minus von 4,5 Prozent. Die Änderung ist ebenfalls ab April wirksam. Interessanterweise straft Apple andere Formen von Inhalten nicht derart ab. Beim Verkauf von Filmen (iTunes Music Store), E-Books (iBooks Store) und Fernsehsendungen bleibt die Provisionsrate bei 7 Prozent.

Apple hat mit Apple Music zwar Fortschritte gemacht, ist aber längst nicht Marktführer. Im September hatte Apple mitgeteilt, man habe 30 Millionen zahlende Kunden geworben. Spotify lag einen Monat zuvor bei 60 Millionen, soll mittlerweile 70 Millionen Abonnenten erreicht haben. Apple versucht mittlerweile, Apple Music auch über Videoinhalte attraktiver zu machen. (bsc)