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Xiaomi traut sich nicht in Apples Heimatmarkt

Der chinesische Smartphone-Überflieger hat aktuell keine Pläne, seine Geräte auch in den USA anzubieten, wo das iPhone herkommt, meint Firmenpräsident Lin Bin. Allerdings soll es bald Zubehör der Marke geben.

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Den Xiaomi-Logohasen gibt es auch im E-Commerce-Laden des Herstellers – und damit womöglich bald auch in den USA. Handys dauern noch.

(Bild: Hersteller)

Bin Lin, Präsident des chinesischen Smartphone-Senkrechtstarters Xiaomi, hat bei einem Auftritt in San Francisco den Einstieg des Unternehmens in den US-Markt angekündigt. Allerdings heißt das nicht, dass der Konzern, der gerne als "Apple Chinas" tituliert wird, richtig im Heimatmarkt des iPhone-Produzenten mitmischen wird. Stattdessen ist nur geplant, in "einigen Monaten" die E-Commerce-Website Mi.com für amerikanische Kunden zu öffnen, dort aber nur Zubehörprodukte wie Kopfhörer oder Fitnesstracker zu offerieren. Weitere Pläne gebe es aktuell nicht.

Das Geschäftsmodell von Xiaomi ist es, technisch hochgerüstete Smartphones extrem günstig über das Internet zu verkaufen. Damit wurde Xiaomi zu einem der größten Anbieter in China. Dank der Größe des chinesischen Marktes und einer Expansion in Asien rückte Xiaomi im dritten Quartal vergangenen Jahres zeitweise sogar weltweit auf den dritten Platz unter den Smartphone-Herstellern vor. Insgesamt verkaufte Xiaomi im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 61 Millionen Smartphones. Zum Vergleich: Apple setzte allein im vierten Quartal fast 75 Millionen iPhones ab.

Xiaomi wolle das Geld mit Online-Diensten verdienen, während die Margen bei den Geräten angesichts der niedrigen Preise schmal seien, erklärte Lin. Insgesamt gebe es im Markt mittlerweile mehr als 100 Millionen Geräte mit dem hauseigenen Xiaomi-Betriebssystem, das auf Googles Android aufsetzt, hieß es bei der Veranstaltung.

An einen Börsengang denke Xiaomi in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht, sagte der Mitgründer. Das gut vier Jahre alte Unternehmen soll sich vor kurzem frisches Geld von Investoren zu einer Gesamtbewertung von 46 Milliarden US-Dollar besorgt haben. (mit Material von dpa) / (bsc)