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"Yo"-App hat Ärger mit Klonen

Der "kontextsensitive Messenger", mit dem sich nur zwei Buchstaben verschicken lassen, versucht, verschiedene Nachahmer mit Hilfe Apples aus dem iOS App Store zu entfernen. Sie verletzten "geistiges Eigentum", hieß es.

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Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, es gibt keine Absurdität, die sich nicht noch absurder gestalten ließe: Der mit mindestens einer Million US-Dollar Risikokapital ausgestattete Hersteller der Smartphone-Anwendung "Yo" sieht sich in seinen Rechten und in seinem "gestigen Eigentum" im iOS App Store beeinträchtigt. Wie das IT-Blog TechCrunch meldet, versuchen Vertreter der Firma derzeit, Apple dazu zu bewegen, Nachahmer- und Satire-Apps, die den "kontextsensitiven Messenger" ins Visier genommen haben, zu entfernen.

Demnach gingen an Programme wie Yolo, Yo, Hodor! oder AHOY entsprechende "blaue Briefe", die Apple im Auftrag von "Yo" verschickte. Man habe eine Mitteilung von der Herstellerfirma erhalten, dass sie glaube, dass ihre Rechte auf geistiges Eigentum verletzt worden seien. So bezichtigt "Yo" etwa eines der Programme, "ein totaler Fake unserer App" zu sein.

Die "Yo"-App in Aktion.

(Bild: Hersteller)

Die "Yo"-Herstellerfirma bestätigte das Vorgehen gegenüber TechCrunch. "Als Pionier eines Konzepts hat Yo viele Nachahmer gefunden." Einige der Klonprogramm böten zwar "etwa leicht anderes", doch manche seien "komplette Nachbauten". Man schätze zwar "Kreativität" und es handele sich um einen "freien Markt", doch 1:1-Kopien seien "nicht willkommen".

Entfernt wurde bislang offenbar noch keiner der Klone. Apple lässt sich zunächst ein Statement geben, wenn derartige Vorwürfe eingehen. In diesem müssen die des Copyright-Bruchs bezichtigten Unternehmen versichern, dass sie keine Rechte verletzen. Das "Yo"-Konzept ist allerdings sehr einfach zu klonen: Die App erlaubt es schlicht, die zwei Buchstaben "Yo" an Freunde zu versenden. Kurz nach dem Start hatte die schnell populär gewordene Anwendung mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. (bsc)