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"Yo"-App schon gehackt

Zum Wochenende ist es einer Gruppe von Studenten gelungen, den "kontextsensitiven Messenger" für iOS und Android, mit dem man seinen Freunden ein einziges Wort senden kann, zu knacken. Schwer sei das nicht gewesen.

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Die mit über einer Million Dollar Risikokapital ausgestattete Messenger-App "Yo" für iOS und Android ist in der Nacht zum Samstag gehackt worden. Das berichtet das IT-Blog TechCrunch. Eine Gruppe von Studenten am Georgia Institute of Technology in Atlanta bekannte sich zu der Aktion. "Wir können die Telefonnummer jedes Yo-Nutzers auslesen. Wir können Yos von jedem Nutzer spoofen und wir können jeden Nutzer mit so vielen Yos spammen, wie wir wollen", teilten sie mit.

Selbst die Nummer eines der Gründer der App wollen die Studenten ermittelt haben. "Dem habe ich eine SMS geschrieben und er hat mich zurückgerufen." Zudem sei es möglich, nicht nur Yos an beliebige Nutzer per Push-Nachricht zu senden, sondern sogar jedweden Text. "Das haben wir dann aber nicht gemacht."

Yo-Hack auf dem iPhone.

(Bild: Instagram / Stephzibi )

Yo bestätigte die Probleme mittlerweile. Gründer Or Abel sagte, der Dienst, mit dem man seinen Freunden und Bekannten mit einem Klick ein schlichtes "Yo" per Push-Nachricht senden kann, habe "Sicherheitsprobleme". Einige davon habe man bereits gefixt und an anderen "arbeiten wir noch". Man nehme die Probleme "sehr ernst". Welche Angriffsformen noch funktionierten und welche nicht, wollte Arbel nicht verraten. Man habe ein "spezialisiertes Sicherheitsteam" engagiert, um mit den Problemen fertig zu werden.

Mit dem Hack kam es am Wochenende zu einigen spaßigen Vorfällen, wie TechCrunch weiter schreibt. So glaubte der Tesla-Gründer Elon Musk auf Twitter, er habe ein "Yo" eines bekannten Start-up-Experten erhalten. Der Nutzername "ElonMusk" bei Yo wurde wiederum von einem anderen User übernommen, der darüber einen Bericht auf Medium.com schrieb. "Dafür will ich jetzt ein Model S von Tesla haben", scherzte er. (bsc)