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Zugriffsbeschränkung in iOS 6 zum Teil nutzlos

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Das kleine Schloss deutet darauf hin, dass eigentlich sämtliche in iOS 6 gespeicherten Accountdaten geschützt sein sollten – sind sie aber nicht.

Wenige Tage nachdem bekannt wurde, wie man den Passcode des iPhone umgehen kann, ist eine weitere Sicherheitslücke in iOS aufgetaucht: Anwender können den Account für den iTunes- und den App-Store ändern, auch wenn das in den Systemeinstellungen untersagt wurde.

Mit dem Update auf iOS 6 fügte Apple einige neue Einschränkungsmöglichkeiten in sein mobiles Betriebssystem ein, darunter die Möglichkeit, Änderungen an den eingetragenen Accounts zu untersagen. Ist diese Funktion aktiviert, kann der Nutzer des Telefons weder neue Accounts anlegen noch bestehenden ändern oder löschen. Das betrifft neben den Konten für die Online-Läden beispielsweise auch die Mail-Accounts oder das Facebook-Konto – Zumindest solange man die Systemeinstellungen zum Ändern nutzen will.

Eine Stelle hat Apple aber offenbar bei der Absicherung des Systems übersehen: Die auf jedem Gerät vorinstallierten Apps "iTunes" und "App Store". Öffnet man sie und scrollt jeweils ans untere Ende der Übersichtsseite, kann man dort den Account wechseln. Problematisch ist das vor allem für Firmen und Eltern, die mit der Sperre verhindern wollten, dass unerwünschte Software installiert wird.

Laut dem Internet-Blog 9to5mac will Apple diesen Fehler in einem Update beheben, schweigt sich aber über einen genauen Zeitpunkt aus. Bis dahin bleibt als einziger Ausweg nur, wie unter iOS 5 generell die Installation von Apps zu unterbinden. (mst)