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Zweite "Daisy" soll Apples iPhone-Recyclingkapazität verdoppeln

Mit einer weiteren Roboter-Linie weill Apple bis zu 2,4 Millionen iPhones pro Jahr zerlegen. Das Unternehmen habe auch den CO2-Fußabdruck weiter senken können.

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Apple gibt sich gerne grün.

(Bild: dpa, Maja Hitij)

Apple hat inzwischen zwei Roboter-Linien zum iPhone-Recycling im Einsatz, die bis zu 2,4 Millionen Geräte pro Jahr zerlegen können. Wie viele Telefone es tatsächlich werden, hänge unter anderem von der Zahl der Nutzer ab, die sich dafür entscheiden, ihre ausrangierten iPhones an Apple zurückzuverkaufen respektive zurückzugeben, erklärte die für Umweltschutz zuständige Top-Managerin Lisa Jackson gegenüber der dpa.

Zudem prüfe Apple erst, ob diese Geräte noch aufgebessert und wieder verkauft werden könnten. Im vergangenen Apple-Geschäftsjahr hatte der erste Roboter mit dem Namen Daisy rund eine Million iPhones zerlegt, wie aus dem neuen Umweltbericht des Konzerns hervorgeht. Zugleich seien 7,8 Millionen der an Apple zurückverkauften Geräte runderneuert worden und wieder in den Handel gegangen.

Apples Demontage-Roboter Daisy (5 Bilder)

Fünzehn verschiedene iPhone-Modelle soll Daisy inzwischen zerlegen können.
(Bild: Apple)


Die Daisy-Roboter können inzwischen 15 iPhone-Modelle Bauteil für Bauteil auseinandernehmen. Ziel ist es, wertvolle Materialien wie Edelmetalle gründlicher zu recyceln. So könne zum Beispiel Kobalt aus Batterien fast zu 100 Prozent für die Produktion neuer Akkus wiederverwendet werden. Einer der Roboter steht in einem neuen Labor zur Recycling-Forschung in Austin in Texas. Der zweite ist in den Niederlanden in Betrieb.

Jackson, eine frühere Chefin der US-Umweltschutzbehörde EPA, hatte 2017 das Ziel ausgegeben, iPhones irgendwann nur mit wiederverwendeten Materialien zu bauen – oder zumindest neu geförderte Rohstoffe mit dem Angebot von Recycling-Wertstoffen an andere auszugleichen. Inzwischen werden zum Beispiel die Gehäuse einiger neuer Modelle der Mac-Computer aus recyceltem Aluminium gefertigt. Apple entwickelte dafür eine spezielle Legierung und kann daher nur das Aluminium aus eigenen Geräten auf diese Weise wiederverwenden. "Wir müssen uns dem Kreislauf-Ziel schrittweise nähern", meinte Jackson.

Den CO2-Fußabdruck habe man erneut senken können, teilte Apple außerdem mit – auf nun 25,2 Millionen Tonnen. Mit dem Umsatzwachstum sei früher auch eine Steigerung des Carbon Footprints einhergegangen, so Apple, seit 2015 könne man diesen aber trotz des wachsenden Geschäftes aufgrund der Umweltbemühungen senken. Der Konzern gab jüngst bekannt, dass weitere Zulieferer auf erneuerbare Energien setzen – ein Großteil Großteil der Treibhausgas-Emissionen fällt bei der Produktion der Apple-Geräte an.

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(mit Material der dpa) / (lbe)