Menü
Mac & i

Zweiter Apple-Auftragsfertiger bereit für AR-Hardware

Quanta Computer, neben Foxconn der wichtigste Fertiger von Apple, arbeitet seit mindestens zwei Jahren an der notwendigen optischen Technik für Augmented-Reality-Wearables. Mögliche Verfügbarkeit: 2019.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 1 Beitrag
Google Glass

Wie Google Glass dürfte Apples AR-Zubehör wohl kaum aussehen.

(Bild: dpa, Andreas Gebert/Archiv)

Während Apple sich beim Thema Computerbrillen mit Augmented Reality (AR) zurückhaltend zeigt und Konzernchef Tim Cook vor Pressevertretern schon mal klipp und klar sagt, die notwendige Technik sei "einfach noch nicht da", kommen von den asiatischen Lieferanten des iPhone-Konzerns ganz andere Signale. Nachdem sich bereits der wichtige Apple-Gehäusefertiger Catcher zum Thema geäußert hatte und mitteilte, man sei bereit für AR-Produkte, ließ nun auch Apples zweitwichtigster Auftragsproduzent Ähnliches durchblicken.

Der Vize-Chairman von Quanta Computer aus Taiwan, C. C. Leung, sagte gegenüber Reportern anlässlich der Bekanntgabe der jüngsten Zahlen des Untenrehmens, man arbeite bereits seit "zwei Jahren" an der notwendigen optischen Technik für AR-Geräte. Quanta stellt iPhones, MacBooks und andere Apple-Geräte her und gilt neben Foxconn als Hauptfertiger des Konzerns.

Momentan sehe man eine Verfügbarkeit von AR-Geräten auf derm Markt "nicht später als das Jahr 2019", so Leung laut der japanischen Wirtschaftsnachrichtenagentur Nikkei. Auch einen möglichen Preispunkt sieht der Auftragsfertiger schon. Das Management glaube, dass Augmented-Reality-Wearables für unter 1000 US-Dollar ein Erfolg sein könnten.

Im Oktober hatte Apple-Boss Cook noch mitgeteilt, es fehle noch an Verfahren, AR-Smart-Glasses qualitativ hochwertig zu produzieren. "Die notwendige Bildschirmtechnik sowie die Möglichkeit, genügend Material um das Gesicht herum zu platzieren – da gibt es noch gigantische Herausforderungen." Sowohl die notwendige Bildschirmtechnik als auch die Umsetzung des notwendigen großen Sehbereichs machen laut Cook noch Probleme.

Aktuell setzt der Konzern bei Augmented Reality auf sein iPhone – dabei schaut man durch das Gerät auf virtuelle Welten, die ins Echtbild eingebunden werden. Eine AR-Brille würde hier deutlich mehr leisten und Nutzer richtig eintauchen lassen. (bsc)