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iAd: Apple verabschiedet sich aus dem Reklamegeschäft – ein bisschen

Der iPhone-Produzent will angeblich künftig bei der Vermarktung und Kreation von Anzeigen nur noch mit Dritten zusammenarbeiten.

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Bannerbau in iAd Workbench.

(Bild: Apple)

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Seit sechs Jahren betreibt Apple mit iAd eine eigene Werbeplattform, über die Anzeigen unter anderem in iOS-Apps platziert werden können. Laut einem Bericht des Buzzfeed-Autors John Paczkowski steht der Reklamedienst, der sich lange Zeit am Markt schwertat, nun vor größeren Umbaumaßnahmen. Apple plane, sein eigenes Verkaufsteam für iAd-Werbung abzuwickeln. Zudem werde sich der Konzern auch nicht mehr mit der Kreation von Anzeigen – beziehungsweise der Mithilfe bei selbiger – beschäftigen.

Den Dienst iAd selbst soll es allerdings weiterhin geben. Apple werde Kreation, Verkauf und Management der Kampagnen künftig aber Dritten überlassen – insbesondere den Inhalteanbietern (Publisher). "Das ist einfach nichts, bei dem wir besonders gut sind", so eine Apple nahestehende Quelle zu Buzzfeed.

Apple arbeitet demnach derzeit daran, eine verbesserte Plattform für den Werbeverkauf aufzusetzen, über die Publisher dann ihre Reklameplätze direkt vermarkten können. Angeblich sollen sie dann 100 Prozent der Einnahmen behalten können. Was mit Werbetechnikpartnern wie MediaMath oder Rubicon Project werde, die derzeit schon Firmen bei der automatisierten App-Reklame helfen, sei noch unklar. Möglicherweise verlieren sie diese Aufgabe.

Aus der Werbebranche ist laut Buzzfeed zu vernehmen, dass Apples Entscheidung für Publisher zumindest theoretisch "großartig" sei. Diese könnten künftig direkt in den Dialog mit ihren Kunden treten und müssten nicht mehr Apple als Mittelsmann einsetzen. Apple verwendet die iAd-Plattform auch für seine Nachrichten-App News, über die Verlage ihre Inhalte publizieren können. (bsc)