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iBooks Store: Neue Umsatzsteuerregeln verringern Auszahlungen

Verleger und Autoren müssen sich auf niedrigere Erträge einstellen, wenn sie Bücher in EU-Ländern verkaufen – die neuen Umsatzsteuervorgaben führen in den meisten Fällen zu deutlich höheren Abgaben.

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iBooks Store: Neue Umsatzsteuerregeln verringern Auszahlungen

Der iBooks Store ist in die iBooks-App integriert

Die Auszahlungen für im iBooks Store verkaufte E-Books können sich verringern – daran hat Apple Verlage und Autoren erinnert, wie iFun.de berichtet. Die auf eine neue Steuervorgabe zurückgehende Änderung betreffe die Bucherlöse für sämtliche Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Luxemburg, erklärt Apple. Ebenso wie bei Apps und anderen digitalen Waren wird nun die Umsatzsteuer im Land des Käufers veranschlagt statt am Firmensitz des Händlers.

Für in Deutschland verkaufte iBooks bedeutet dies, dass Apple seit dem 1. Januar 2015 19 Prozent Umsatzsteuer vom Kaufpreis abführt statt wie zuvor 3 Prozent – von dem verbliebenen Betrag behält der Konzern dann 30 Prozent Provision ein, der Rest wird an den Verleger ausgezahlt. Die gleiche Neuerung gilt auch für Apps – hier war allerdings die Differenz meist etwas niedriger, da bislang auch am Sitz des iTunes Store in Luxemburg 15 Prozent Umsatzsteuer für diese Warengruppe fällig waren.

Während Apple im App Store die Preisstufen nach oben angepasst hat – teils in Reaktion auf den steigenden Dollarkurs, teils wegen der neuen Umsatzsteuerregelung – sind im iBooks Store bislang keine generellen Änderungen zu sehen. Verleger haben natürlich die Möglichkeit, einen höheren Preis für ihre Ware zu wählen. (lbe)