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"iCar"-Projekt: Apple angeblich an Elektromotorrad-Start-up interessiert

Während die Sportwagenschmiede McLaren Übernahmegespräche mit dem iPhone-Produzenten dementiert, schwirrt nun ein neuer Name durch die Szene.

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"iCar"-Projekt: Apple angeblich an Elektromotorrad-Start-up interessiert

Der C1 von Lit Motors.

(Bild: Hersteller)

Eine Übernahme von McLaren durch Apple scheint nicht stattzufinden – zumindest klingt ein Dementi des britischen Sportwagenspezialisten sehr danach. Eher möglich scheinen dagegen andere Aufkaufpläne im Fahrzeugsegment, die der iPhone-Produzent angeblich hat: Diesmal geht es um das Start-up Lit Motors.

Nein, das ist kein Lit C1 ohne Türen: Der Lit C1 erinnert nicht nur vom Namen her an BMWs überdachten Motorroller C1.

(Bild: Túrelio, Lizenz Creative Commons CC BY-SA 2.5 )

Die New York Times, die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg und das Wall Street Journal berichten übereinstimmend, Apple sei in Gesprächen über den Kauf der Firma aus San Francisco, die selbstbalancierende elektrische Motorräder entwickelt. Apple habe zudem bereits mehrere frühere Mitarbeiter von Lit eingestellt. Lits erstes Gefährt nennt sich C1 und ist ein Zweirad mit kompletter Karosserie – der Fahrer sitzt also nie im Freien.

Eine "neuartige Fahrzeugarchitektur" sei das, meint man bei Lit, wo man insbesondere die Kompaktheit des C1 im Stadtverkehr betont. Aber nicht nur vom Namen her erinnert der Lit C1 doch stark an BMWs C1 – eine Art überdachter Motorroller, der alllerdings weder mit Elektromotor angetrieben wurde noch sich selbst ausbalancierte.

Weder Lit Motors noch Apple haben die Berichte bislang kommentiert. Apple kauft allerdings regelmäßig kleinere Firmen und integriert sie dann in bestehende Geschäftseinheiten. Das gilt auch für sehr bekannte Produkte wie iTunes oder Siri, die ihren Ursprung in Übernahmen von Start-ups haben.

Der britische Autoproduzent McLaren hatte am Mittwochabend Medienberichte über laufende Verhandlungen über einen Einstieg von Apple oder eine Übernahme dagegen zurückgewiesen. "McLaren führt keine Gespräche mit Bezug auf irgendwelche mögliche Investitionen mit Apple", erklärte ein Sprecher.

Der Sportwagenhersteller, der auch ein Formel-1-Team betreibt, hätte womöglich gut in Apples "iCar"-Projekt gepasst: Vermutlich nicht, damit Apple selbst Hunderttausende Euro teure Rennwagen herstellt, sondern aufgrund seiner Kenntnisse in der Fahrzeugtechnik. Apple werkelt Medienberichten zufolge bereits seit längerem an einem Autoprojekt, hat dessen Kurs aber offenbar gleich mehrfach umgeworfen. (mit Material von dpa) / (bsc)