iCloud Drive auch für freie Apps

Zur Nutzung von Apples Cloud-Dienst mussten Entwickler ihre Software bislang zwangsweise über den Mac App Store anbieten. Bei der neuer Online-Festplatte scheint das nicht mehr zu gelten.

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Apple verändert offenbar seine strikte Haltung bei der Einbindung von iCloud-Diensten in OS-X-Programme: Wie 9to5Mac meldet, sollen nun auch Anwendungen, die nicht über Apples Online-Softwareladen Mac App Store vertrieben werden – und für die Apple eine Verkaufsprovision von 30 Prozent kassiert –, in den Genuss von Funktionen aus dem Internet-Speicherdienst kommen.

Laut dem Bericht wird die neue iCloud Drive, eine Internet-Festplatte nach dem Muster, wie sie auch andere Anbieter wie Dropbox offerieren, "für alle Anwendungen" unter OS X bereit stehen. Das soll Apple im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz WWDC kommuniziert haben, die am heutigen Freitag in San Francisco zu Ende geht.

iCloud Drive auf zwei Macs.

(Bild: Apple)

iCloud Drive verändert den Ansatz, wie Apple Daten in seinem Speicherdienst verwaltet. Bislang kann der normale Nutzer nicht sehen, welche Dokumente Apps mit iCloud-Unterstützung tatsächlich abgelegt haben. Künftig erscheint iCloud Drive dagegen als normales Laufwerk, das Unterordner für die verschiedenen Programme beherbergt.

Diese Funktionalität, die auch über den Finder angeboten wird, steht mit OS X 10.10 dann allen Anwendungen zur Verfügung. Apple dürfte so versuchen, insbesondere Dropbox Konkurrenz zu machen, das sich auch dem Mac hoher Beliebtheit erfreut. Ob auch andere iCloud-Funktionen für Programme geöffnet werden, die nicht im Mac App Store gelistet sind, ist noch unklar. (bsc)