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iCloud: Kein "Zurück zu meinem Mac" mehr

Mit macOS Mojave stellt Apple die bekannte Funktion zum Fernzugriff auf den Rechner ein. Es bleiben aber Alternativen.

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iCloud: Kein "Zurück zu meinem Mac" mehr

"Back to My Mac" ist schon seit Jahren Teil von macOS.

(Bild: Screenshot via Stack Exchange)

Seit macOS 10.7 alias Lion bietet Apple die sogenannte Back-to-my-Mac-Funktion an. Sie erlaubt den Aufbau einer Fernverbindung zum heimischen Mac über das Internet von einem anderen macOS-Rechner aus, solange beide Maschinen den gleichen iCloud-Zugang verwenden und die notwendigen Ports im Router freigegeben sind. Zu den verfügbaren Funktionen des auf Deutsch auch "Zugang zu meinem Mac" genannten Features gehört eine Dateifreigabe, über die man Files hoch- und herunterladen kann, sowie die Bildschirmfreigabe, mit der ein entfernter Mac ferngesteuert wird.

Mojave killt beliebte Funktionen

Wie Apple nun aber in einem Supportdokument mitteilt, wird die beliebte Fernsteuerungsfunktion mit der kommenden macOS-Version Mojave alias 10.14 offiziell eingestellt. Konkrete Gründe für das Ende der sinnvollen Funktion gab Apple nicht an. Die Übergangszeit ist kurz: Mojave erscheint bereits im Herbst 2018.

Die von Apple angebotenen Alternativen sind leider nicht besonders attraktiv. So schlägt der Konzern vor, statt "Back to my Mac" zum Dateiaustausch die virtuelle Festplatte iCloud Drive zu verwenden. Die kommt kostenlos aber mit nur schlappen 5 GByte – und eine Funktion zum automatischen Teilen des Schreibtisches und Dokumenteordners hat Fallstricke.

Apples Alternative kostet richtig Geld

Als Ersatz für die Fernsteuerungsfunktion (Screen Sharing) innerhalb von "Back to My Mac" empfiehlt Apple eine Lösung, die richtig Geld kostet: Nutzer sollen dem Konzern zufolge künftig die Fernwartungs-App Apple Remote Desktop (ARD) zum Preis von schlappen 80 Euro verwenden.

Für das Screen Sharing gibt es allerdings günstigere Alternativen. So lassen sich VNC-Clients wie Screens ebenso nutzen wie das für Privatkunden kostenlose TeamViewer. Wer Google vertraut, kann zudem eine Screen-Sharing-Lösung via Chrome wählen. (bsc)