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iMac-Pro-Firmware enthält Hinweise auf GPS und SIM-Karte

Bekommt Apples teuerster All-in-One-Desktop einen speziellen Diebstahlschutz? Ein Firmware-Hacker glaubt daran.

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Der iMac Pro ist am grauen Gehäuse erkennbar.

(Bild: Apple)

Apples neuer iMac Pro, der im Dezember endlich auf den Markt kommen soll, könnte mit einer neuartigen Funktion zum Diebstahlschutz ausgerüstet sein. Davon geht zumindest das Blog Pike's Universum aus, das von einem Apple-Firmware-Experten betrieben wird. Dieser hatte die bereits verfügbare Softwarekomponenten für die Profi-All-in-One-Maschine, die Apple kürzlich auf seine Server gestellt hatte, überprüft.

In der Firmware finden sich demnach Hinweise auf ein Feature, das die aktuelle GPS-Position der Maschine erfasst und diese über eine SIM-Karte weitergibt. Alternativ könne diese auch für Telefonate genutzt werden, was allerdings eine für den Mac äußerst ungewöhnliche Fähigkeit wäre – aktuell benötigt man hierfür ein mit dem Rechner gekoppeltes iPhone. Alternativ sei auch denkbar, dass Apple iOS-Bestandteile in der iMac-Pro-Firmware übriggelassen hat, die erst später aufgeräumt werden.

Aktuell verfügen alle Macs über das sogenannte Find-my-Mac-Feature. Ist es aktiviert, lässt sich ein geklauter Apple-Rechner aus der Ferne sperren und auch löschen. Zudem wird die ungefähre Position des Computers erfasst und weitergereicht – allerdings nur anhand von WLAN-Daten, die eher ungenau ausfallen können. Zudem muss die Maschine per WLAN oder Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden sein, um sie zu lokalisieren und aus der Ferne zu sperren. Eine SIM-Karte mit "Always on"-Funktionalität würde dies signifikant erleichtern.

Der iMac Pro wird ein sehr teurer Rechner. Die billigste Variante des "stärksten Macs aller Zeiten" wird 5000 US-Dollar kosten, größere Varianten könnten den Preis eines Kleinwagens signifikant übersteigen. Bis zu 18 Kerne will Apple verbauen, hinzu kommen starke Grafikprozessoren.

Bekannt ist bereits, dass der iMac Pro wohl über einen ARM-Chip aus dem iPhone mit 64-Bit-Architektur verfügen wird. Der A10 könnte als Koprozessor dienen und unter anderem ein echtes "Hey Siri" bei der Maschine erlauben. Mit der Funktion ist es iOS-Geräten möglich, offline sowie besonders stromsparend auf ein Kennwort zu lauschen, um dann gegebenenfalls die Apple-Sprachassistentin aufzurufen.

iMac Pro (4 Bilder)

"Der stärkste Mac aller Zeiten."

(bsc)