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iMac Pro von Innen: Ein bisschen Aufrüstung geht

Ein erster Teardown von Apples neuem Topgerät zeigt, dass sich RAM und SSD austauschen lassen – mit sehr viel Mühe.

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iMac Pro von Innen: Ein bisschen Aufrüstung geht

Prozessor-Sockel des iMac Pro.

(Bild: OWC)

Für Endnutzer ist der neue iMac Pro, der seit dieser Woche in der Einstiegsvariante für 5500 Euro im Handel ist, kein bisschen aufrüstbar – selbst mehr RAM lässt sich nicht einschieben, da es keinen von außen zugänglichen Slot gibt. Entsprechend möchte Apple, dass Nutzer gleich die gewünschte Konfiguration des flotten All-in-One-Rechners bestellen – diese kann mit bis zu 15.500 Euro so viel kosten wie ein gut ausgestatteter Kleinwagen.

Speicher ist zugänglich – mit Aufwand

Ein erster Teardown des Mac-Zubehörspezialisten Other World Computing (OWC) zeigt nun, dass zumindest Fachleute mehr Speicher nachträglich einbauen können – dieser ist nämlich glücklicherweise nicht verlötet. Zudem sollen sich auch die integrierten SSD-Module austauschen lassen. Die sind allerdings von Apple mit "Void"-Stickern gesichert; man dürfte also beim Ausbau jegliche Garantieansprüche verlieren.

iMac Pro (4 Bilder)

"Der stärkste Mac aller Zeiten."

Um an SSD und RAM heranzukommen, ist enormer Aufwand nötig. Die OWC-Techniker warnen (siehe Video), dass das schadenfreie Auseinanderbauen des iMac Pro nur Fachleuten gelingt – am besten solchen Personen, die auch sonst an Macs schrauben, etwa autorisierten Hardware-Partnern. Allerdings könnte Apple diesen die Tätigkeit womöglich untersagen, weil es vom Hersteller aus keinen offiziellen Upgrade-Weg für den iMac Pro gibt.

SSD in RAID-Konfiguration

Beim Teardown zeigte sich, dass die von Apple im Einstiegsmodell verwendete 1 TByte große NVMe-SSD auf PCIe-Basis in einer RAID-Konfiguration mit zwei 512-GByte-Kompaktmodulen ausgeführt ist. Diese sind mit Apple-Logo gelabelt; ob Nachbauten möglich sind, werden die kommenden Monate zeigen. OWC selbst plant, mindestens RAM-Upgrades anzubieten.

Allerdings sollten Nutzer überlegen, ihren iMac Pro womöglich gleich mit der gewünschten RAM-Ausstattung bei Apple zu bestellen, da der Arbeitsaufwand für den Austausch der 2666-MHz-DDR4-ECC-Module so groß ist. Immerhin haben diese keinen "Void"-Sticker, weshalb man auch Apples Garantie nicht verlieren sollte. Was die Austauschmodule kosten werden, ist noch unklar.

[Update 02.01.18 12:59 Uhr:] Laut Apple-Blogger René Richie wird es offiziell möglich sein, RAM-Erweiterungen durch Apple-Partner durchzuführen.

Teure Bastelstunde: iMac Pro im Teardown (Video: OWC).

(bsc)