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iMac Pro zerlegt: Eigenhändige Aufrüstung weitestgehend unmöglich

Ein Blick in den inneren Aufbau des iMac Pro unterstreicht, dass sich in Apples neuer All-in-One-Workstation nur der Arbeitsspeicher wechseln lässt – mit großem Aufwand. Die GPU ist verlötet.

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Apples All-in-One-Workstation macht die Aufrüstung schwer bis unmöglich.

(Bild: iFixit)

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Apples neuer iMac Pro lässt sich noch schlechter aufrüsten als das bisherige iMac-Spitzenmodell mit 5K-Bildschirm. Wie eine durch den Reparaturdiensleister iFixit vorgenommene Zerlegung des 5500 Euro teuren Einstiegsmodells zeigt, erfordert schon der Austausch des Arbeitsspeichers das Aufschneiden der Workstation, deren Bildschirm mit dem Gehäuse verklebt ist. Zudem muss die Hauptplatine ausgebaut werden, um Zugriff auf die Speichermodule zu erhalten. Immerhin setze Apple hier auf Standardware in Form von 288-pin DDR4 ECC DIMMs.

Apple veranschlagt für eine werkseitige Aufrüstung von 32 GByte auf 64 GByte einen Aufpreis von 960 Euro, die Maximalkonfiguration mit 128 GByte Arbeitsspeicher kostet zusätzliche 2880 Euro.

Wie Apples bereits ankündigte, lässt sich – im Unterschied etwa zum verlöteten Arbeitsspeicher im MacBook Pro – der Arbeitsspeicher nachträglich tauschen – entweder vom Hersteller oder einem autorisierten Händler. Details zu den Preisen für diese Serviceleistung sowie Speicherriegel wurden nicht genannt. Im 27-Zoll-iMac ohne “Pro” ist der Zugriff auf den Arbeitsspeicher über eine kleine Klappe leicht von außen möglich.

iMac Pro – Blick in das Innere (3 Bilder)

Trennt man den verklebten 5K-Bildschirm vom Gehäuse zeigt sich der neue innere Aufbau des iMac Pro.
(Bild: iFixit)

Sowohl beim Xeon-W-Prozessor als auch der 1 TByte großen über PCI Express angebundene NVMe-SSD des iMac Pro handelt es sich um spezielle Anfertigungen für Apple, führt der Reparaturdienstleister aus. Beide sind zwar nicht verlötet, doch bleibe vorerst offen, ob eine nachträgliche Aufrüstung durch den Endkunden tatsächlich möglich ist – und wer dafür die entsprechenden Komponenten anbietet.

Die SSD besteht aus zwei 512-GByte-Modulen, wie schon eine vorausgehende Zerlegung des iMac Pro zeigte. Ein späterer Austausch durch Dritt-Hardware könnte zudem knifflig werden, weil der SSD-Controller nun Teil von Apples ARM-basiertem Sicherheitschip T2 ist.

Der Grafikchip AMD Radeon Pro Vega 56 ist mit der Hauptplatine verlötet – ein “möglicherweise großer Nachteil für eine Pro-Workstation”, betont iFixit, eine einfache Aufrüstung der internen Grafik wird damit praktisch unmöglich. Auf der hauseigenen, bis 10 reichenden Skala erteilt der Reparaturspezialist dem iMac Pro eine 3. Es sei zwar nicht allzu schwer diesen aufzuschneiden, doch brauche man das richtige Werkzeug und müsse das Klebeband anschließend ersetzen, um Gehäuse und Bildschirm wieder richtig zu verbinden. Zudem seien wichtige Komponenten hinter der Hauptplatine verborgen und erfordern so zusätzlichen Aufwand beim Zugriff.

iMac Pro (4 Bilder)

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(lbe)