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iOS 10.3 aktiviert unerwünschte iCloud-Funktionen

Durch einen Bug kann es vorkommen, dass nach dem Update Dienste angeschaltet werden, die der Nutzer gar nicht haben will. Apple empfiehlt eine Überprüfung.

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(Bild: dpa, Armin Weigel/Symbolbild)

Mit der Installation von iOS 10.3, das in der vergangenen Woche erschienen war, kann es zu vom Nutzer nicht initiierten Änderungen in den iCloud-Einstellungen kommen. Das teilt Apple selbst Nutzern per E-Mail mit, die möglicherweise von dem Fehler betroffen sein können. Ein Bug in dem neuen Mobilbetriebssystem ist demnach dafür verantwortlich, dass sich eigentlich vom Nutzer abgeschaltete iCloud-Dienste wieder aktivieren.

Die iCloud-Einstellungen unter iOS 10.3 wurden überarbeitet.

(Bild: Apple)

Es ist unklar, welche Dienste das sein können – Apple macht dazu keine Angaben. MacRumors, das von der Apple-E-Mail als erstes Medium berichtete, schreibt aber, Nutzern sei der Bug etwa bei iCloud Mail aufgefallen, das sich plötzlich aktiviert habe. Laut Apple soll nur "eine kleine Anzahl von iCloud-Nutzern" betroffen sein – angesichts der dreistelligen Millionenanzahl an Apple-ID-Accounts, die der Konzern über die Jahre vergeben hat, könnten das aber potenziell Tausende sein.

Apple empfiehlt seinen Nutzern, einen Blick in die iCloud-Einstellungen (siehe Screenshot) zu werfen, um zu überprüfen, ob man betroffen ist. Unabsichtlich aktivierte iCloud-Dienste können Konsequenzen haben: So gleicht Apple auf Wunsch nicht nur Mails, Kontakte, Kalender, Erinnerungen oder Notizen mit seinen Servern ab, sondern auch alle Fotos, das Schlüsselbund mit Passwörtern und Kreditkartenangaben, Safari-Lesezeichen, Smart-Home-Daten und mehr.

Es wurde noch nicht bekannt, wie es zu dem Problem kam. Apple hatte mit iOS 10.3 den iCloud-Verwaltungsbereich deutlich umgebaut und an eine zentralere Stelle im Einstellungsmenü gerückt. Zudem kann man nun auf einen Blick sehen, welche Geräte der Nutzer angemeldet hat.

Apple hatte mit iOS 10.3.1 in dieser Woche ein Bugfix-Update für iOS 10.3 veröffentlicht, das mindestens eine schwerwiegende WLAN-Lücke schließt. (bsc)