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iOS 10: Apple macht Druck auf Entwickler von 32-Bit-Apps

Ältere Apps mit fehlender 64-Bit-Unterstützung lösen in iOS 10 einen Warndialog aus. Seit vergangenem Jahr müssen alle neuen Programme für beide Architekturen ausgelegt sein – dies gilt auch für Updates.

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(Bild: dpa, Chen Zhongqiu)

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iOS 10 blendet beim ersten Öffnen von reinen 32-Bit-Apps nun einen Warnhinweis ein, wie Entwickler berichten. Die App sei nicht auf 64-Bit aktualisiert worden und könne deshalb die "gesamte Systemleistung beeinträchtigen", lautet die Warnung von Apple. Dem Nutzer bleibt die Möglichkeit, den Dialog mit einem "Ok" zur Kenntnis zu nehmen, anschließend ist die App wie gewohnt zugänglich und wird normal ausgeführt.

Mit dem Schritt will Apple offenbar den Druck auf Entwickler erhöhen, ihre Apps mit 64-Bit-Unterstützung zu versehen. Dafür reicht es gewöhnlich, die Standardeinstellungen beim Binary-Erstellen beizubehalten – und mindestens das iOS-8-SDK zu benutzen.

64-Bit-Pflicht besteht bereits seit Anfang des vergangenen Jahres für neue Apps und seit Juni 2015 auch beim Einreichen von Updates. Reine 32-Bit-Apps wurden also seit mindestens einem Jahr nicht mehr aktualisiert. Ob der Warndialog auch in die finale Fassung von iOS 10 einfließt, bleibt offen.

iOS 10 klammert zwar bestimmte ältere iOS-Geräte wie das iPhone 4s aus, unterstützt aber weiterhin iPhones und iPads mit 32-Bit-Prozessor, darunter das iPhone 5 und iPhone 5c. Entwickler können ihre Apps seit iOS 9 auf 64-Bit-Geräte beschränken und damit ältere Hardware ausklammern. Manche Systemfunktionen setzen inzwischen ebenfalls einen 64-Bit-Prozessor voraus, darunter die Safari-Content-Blocker sowie der mit iOS 9.3 eingeführte Night-Shift-Modus. (lbe)