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iOS 11 erhält neue Musik-App mit mehr Video

Apples Inhaltemanager Jimmy Iovine hat erste Details zur nächsten Inkarnation der Musik-App auf dem iPhone verraten. Nutzer müssen sich auf mehr Multimedia einstellen.

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Der Radiosender Beats 1 in der Musik-App auf dem iPhone.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

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Wird aus Apple Music eine Art MTV des Streaming-Zeitalters? Entsprechende Andeutungen hat nun der frühere Plattenimpresario und heutige Apple-Manager Jimmy Iovine gegenüber der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg gemacht. Mit iOS 11, das zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 im Juni erstmals vorgestellt werden dürfte, plant Apple demnach eine Umgestaltung seiner Musik-Anwendung, die den Videobereich besser herausstellen soll.

Er versuche, aus Apple Music eine "alles übergreifende Bewegung in der Popkultur" zu machen, sagt Iovine. So sind unter anderem neue Videosendungen geplant, die von dem Rapper R. Kelly und dem "Star Wars"-Regisseur J.J. Abrams kommen. Apple wolle dabei langsam und vorsichtig vorgehen, so der Manager. "Apple Music ist in meinem Kopf noch kein bisschen vollständig." Ein Musikdienst müsse "mehr sein als ein paar Songs und ein paar Abspiellisten". Apple Music brauche "alles von Bands ohne Plattenvertrag bis hin zu Videos". Er habe "jede Menge Pläne".

Zuletzt waren Apples Bemühungen, den hauseigenen Streamingdienst mit Videoinhalten auszubauen, allerdings ins Stocken geraten. So wurde der Start der groß angekündigten Musiksendung "Carpool Karaoke: The Series" zunächst verschoben. Auch von der Reality-TV-Serie "Planet of the Apps" hat man seit längerem nichts gehört, hier sollten prominente Juroren die besten App-Entwickler küren. Marktkenner aus Hollywood werfen Apple zudem eine wenig geplante Strategie beim Aufbau seines Inhalteportfolios vor – im Gegensatz zur Konkurrenz von Netflix oder Amazon. Die Übernahme einer wichtigen Filmproduktionsfirma durch Apple soll gescheitert sein.

Apple-Manager Iovine scheint das alles keine Sorgen zu bereiten. Er trifft sich laut Bloomberg weiter mit vielen Künstlern und arrangiert Exklusivinhalte für Apple Music, "ohne anderen vorab Bescheid zu geben". Damit frustriere er Kollegen – aber auch Musikfirmen, die sich zunehmend in indirekter Konkurrenz zu Apple Music sehen. (bsc)