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iOS 12.2: Neue Animojis – und Fake-5G

Apple schickt für das nächste Update seines Mobilbetriebssystems frische 3D-Tiere auf iPhone X und neuer. In den USA zeigt ein Netzbetreiber falsches 5G.

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iOS 12.2: Neue Animojis – und Fake-5G

Die vier neuen Animojis in iOS 12.2 Beta.

(Bild: Screenshot via MacRumors)

Apples nächste größere iOS-Version bekommt einige interessante neue Features. Das zeigt eine neue Beta, die seit dieser Woche an Entwickler und weitere Tester verteilt wird. So bringt iOS 12.2 mindestens vier neue Animojis in die Nachrichten- und FaceTime-App. Die live über die TrueDepth-3D-Kamera animierten Figuren sind für iPhone X, XS, XS Max und XR sowie das iPad Pro 2018 verfügbar.

Die neuen Figuren stammen aus der Tierwelt: Es sind eine Giraffe, ein Hai, eine Eule sowie ein Wildschwein. Damit hat Apple insgesamt 24 verschiedene Animojis auf seinen Geräten parat, zum Start der Technik mit dem iPhone X im Herbst 2017 waren es nur zwölf. Nutzer können mit den animierten Figuren kurze Videos erstellen, bei denen Mund, Ohren, Augen und Zunge an das Bild des Users angepasste Züge erhalten. Zudem kann man sich auch eine Animoji-"Maske" für FaceTime-Telefonate virtuell aufsetzen.

Weiterhin neu in iOS 12.2 ist die Einführung von Apples News-App für den kanadischen Markt – bislang ist sie nur auf die USA, Großbritannien und Australien reduziert. Stories sollen sowohl in Englisch als auch Französisch offeriert werden; wann endlich eine deutsche Variante folgt, ist unklar. Verbesserungen gibt es auch im Zusammenhang mit Apple Streamingprotokoll AirPlay 2, das nun auch Fernsehgeräte unterstützt. Diese lassen sich zudem über Apples Smart-Home-Standard HomeKit ansprechen.

Eine eher unschöne Neuerung in der zweiten Beta von iOS 12.2 betrifft den US-Telekommunikationsriesen AT&T. Dieser hatte kürzlich auf Android-Geräten damit begonnen, in bestimmten Netzregionen statt dem LTE-Symbol die Bezeichnung "5G E" (für "5G Evolution") zu verwenden, sofern die Geräte 4*4 MIMO unterstützen. Diese Fake-5G-Auszeichnung übernimmt Apple nun leider auch – ob auf Druck von AT&T oder freiwillig, ist unklar. (4*4 MIMO wird auf dem iPhone XS und XS Max unterstützt, dem XR fehlt das Feature.)

AT&T bezeichnet mit "5G E" Regionen, in denen das LTE-Netzwerk auf theoretische Geschwindigkeiten von 400 Megabit pro Sekunde ausgebaut wurde, die allerdings realistisch nicht zu erreichen sind. Dabei kommen Techniken wie Carrier Aggregation zum Einsatz. AT&T bezeichnet "5G E" als "ersten Schritt auf der Straße zu 5G" – so mancher Nutzer dürfte sich jedoch veralbert vorkommen, zumal andere US-Carrier mit ähnlichen LTE-Verbesserungen arbeiten, diese aber weiterhin wie gehabt als LTE bezeichnen. (bsc)