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iOS 13: Apples Software-Chef stellt neue Funktionen in Aussicht

Visuelle Effekte sollen offenbar die Musik-App beleben. Zeitversetzte iMessages zieht Apple in Betracht – sieht aber Probleme.

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Federighi zeigte die visuellen Effekte der Musik-App bei der Präsentation von iOS 13.

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Ungewöhnlich freimütig hat sich Apples Software-Chef Craig Federighi zu neuen und von Apple in Erwägung gezogenen iOS-Funktionen geäußert. Zu den kommenden Neuerungen gehört, dass die Musik-App in der bislang statischen Wiedergabeansicht auch visuelle Effekte einblenden soll, offenbar ähnlich wie man sie aus iTunes kennt.

Apple habe mehr Anfragen zu dieser Funktion erhalten als er zählen könne, heißt es in einer angeblich von Federighi stammenden E-Mail, die ein Nutzer auf Reddit veröffentlicht hat. Man habe zu Beginn noch Probleme damit gehabt, dass die Funktion auf bestimmten Geräten im Hintergrundbetrieb übermäßig den Akku leerte, habe die Prozessorauslastung inzwischen aber in den Griff bekommen – und hoffe, die Funktion als neue Option in iOS 13.1 anzubieten.

Den an den iTunes Visualizer angelehnten Effekt hatte Federighi bei der Vorstellung von iOS 13 kurz präsentiert, er war dort als Hintergrund für die neue Songtextansicht zu sehen. Lyrics werden in iOS 13 und tvOS 13 synchron zu Musik dargestellt, untermalt von visuellen Effekten im Hintergrund.

In einer Antwort an einen anderen Kunden erklärte Federighi außerdem, Apple ziehe eine Funktion zum Versand zeitversetzter Nachrichten für iMessage in Betracht. Eine solche Funktionserweiterung sorge aber für deutlich mehr Komplexität, führt der Software-Chef aus. Die zum späteren Versand vorgesehenen Nachrichten müssten schließlich besonders gekennzeichnet werden und es müsse auch möglich sein, sie in der Warteschleife zu bearbeiten und zu löschen.

Auch brauche man eine Lösung für den Fall, dass ein Empfänger nicht im Nachhinein mit zeitgezündeten Nachrichten bombardiert werde, wenn er sich davor schon gemeldet habe, heißt es in dem Schreiben. Zudem müsse auch dem Empfänger sofort klar sein, dass die empfangene Nachricht zu einem früheren Zeitpunkt verfasst wurde – und der Sender deshalb aktuell vielleicht gar nicht mehr gleich erreichbar ist. Ob und wann Apple eine derartige Option zum späteren Senden von Nachrichten umsetzt, ließ Federighi offen. Auch andere Messenger wie WhatsApp bieten von Haus aus bislang keine zeitversetzten Nachrichten an – obwohl sich viele Nutzer eine derartige Funktion wohl wünschen. (lbe)