iOS 13 ergänzt Mausunterstützung für iPad und iPhone

Erstmals erlaubt Apple die systemweite Bedienung der Touch-Geräte per Trackpad und Maus – mit Einschränkungen.

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Maus-Support am iPad war bislang vor allem eine Machbarkeitsstudie – nun hat Apple dies integriert.

(Bild: Louis D'hauwe)

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Gut zwölf Jahre nach der Einführung eines eigenen iPhone-Betriebssystems, das ursprünglich rein auf die Fingereingabe ausgelegt war, öffnet Apple iOS nun für die Mausbedienung: Mit Version 13 des Betriebssystems unterstützen sowohl iPhone als auch iPad zum ersten Mal die Anbindung einer Maus auf Systemebene, wie Entwickler mit Zugriff auf die erste Beta berichten.

Sowohl drahtlose Bluetooth-Mäuse als auch kabelgebundene USB-Mäuse akzeptiert das Betriebssystem, letztere erfordern einen Adapter oder – je nach iPad-Modell – ein spezielles Kabel. Apples Magic Trackpad könne ebenfalls als Eingabegerät genutzt werden. Der Maus-Support in iOS 13 (und iPadOS) wird von Apple derzeit als Bedienungshilfe geführt, die Funktion ist also vorrangig für Nutzer gedacht, die Schwierigkeiten hinsichtlich der Fingerbedienung haben.

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Entsprechend simuliert die Maus die Steuerung der Bedienoberfläche per Fingerspitze, wie iPhoneblog.de in einem Video vorführt. Grundfunktionen wie die Textauswahl sind damit gegeben, ein Scrollen wird zumindest von Apples Magic Mouse derzeit aber nicht unterstützt – bei Mäusen mit integriertem Scroll-Rad mitunter aber schon, so Entwickler.

Bislang war die Mausbedienung am iPad nur im Kontext von einzelnen Remote-Desktop-Anwendungen möglich, so unterstützt Microsoft das seit Anfang 2019 im Zusammenspiel mit Windows Virtual Desktop. Der Software-Konzern Citrix führte vor mehreren Jahren extra eine Maus ein, um so über die eigene iOS-App die bequemere Fernarbeit mit Windows zu ermöglichen.

Ein Entwickler zeigte vor zwei Jahren, wie sich Maus-Support in einzelne iPad-Apps integrieren lässt, musste dafür aber auf ein privates Apple-Framework zurückgreifen, so dass sich solche Software nie im App Store anbieten ließ. Der Entwickler arbeitet inzwischen für den iPhone-Konzern.

Apple hat die Mausunterstützung in iOS 13 bislang nicht offiziell angekündigt. Entsprechend bleibt offen, ob diese bis zur Veröffentlichung des System-Updates im Herbst im derzeitigen Zustand bestehen bleibt, ausgebaut wird – oder vielleicht auch wieder verschwindet.

[Update 5.6.2019 12:50 Uhr] Bei der Mausunterstützung in iOS 13 handele sich nicht um den "alten Desktop-Cursor, der als hauptsächliche Eingabemethode dient", erklärte Apple zu der neuen Funktion gegenüber dem Journalisten Steven Aquino. Stattdessen sei die Funktion als Bedienungshilfe für bestimmte Nutzer gedacht, die so eine Option erhalten, um das Gerät überhaupt oder besser bedienen zu können. Man habe das Fundament für Maus-Support in iOS schon vor Jahren gelegt.

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(lbe)