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iOS 5: Apple räumt Batterieproblem ein und verspricht Update

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Apple hat nach Beschwerden von Nutzern Probleme mit der Batterielaufzeit bei der aktuellen Software-Version für iPhone, iPad und iPod touch eingeräumt. "Eine geringe Zahl von Kunden hat berichtet, dass die Batterielaufzeit bei Geräten mit iOS 5 kürzer als erwartet ausfällt", bestätigte Apple dem zum Wall Street Journal gehörenden Blog All Things D und gegenüber der US-Mac-Nachrichtenseite The Loop. "Wir haben einige Fehler gefunden, die die Batterielaufzeit verringern und werden in wenigen Wochen ein Software-Update herausbringen", kündigte der Computerkonzern an.

Entwicklern zufolge bekamen Mitglieder des iOS Dev Center bereits Zugang zu einer Betaversion von iOS 5.0.1. Diese adressiert nicht näher dokumentierte "Fehler", die die Akkulaufzeit beeinträchtigen und reicht die vom iPad 2 bereits bekannten Multitasking-Gesten auch für das iPad der ersten Generation nach. Zudem wurden Bugs beim iCloud-Dienst Documents in the Cloud behoben und die Spracherkennung für den australischen Markt verbessert. Auch Sicherheitslücken sollen geschlossen sein, darunter der "Magnethack" für das iPad 2. Außerdem berichten Entwickler, dass Apple eine Lösung bereitstellt, mit der sich das mögliche Löschen bestimmter Anwendungsdaten bei geringem Speicherplatz verhindern lässt.

[Update: Die erste Beta von iOS 5.0.1 (Build 9A402) umfasst nach Angabe von Entwicklern eine neue Modem-Firmware. Das Problem des iPhone 4S mit einer gesetzten SIM-PIN bei bestimmten Telekom-Micro-SIM-Karten scheint iOS 5.0.1 bisher allerdings nicht zu beseitigen. Die Telekom tauscht die SIM-Karten zwar kostenlos aus, allerdings treten die Empfangsprobleme bei manchen Nutzern weiterhin auf, solange sie die SIM-PIN nicht erneut deaktivieren.]

Die Berichte, dass sich bei einigen Nutzern die Akkus zu schnell leerten, fingen gleich nach dem Start des neuen iPhone 4S mit iOS 5 Mitte Oktober an. Während sich die betroffenen Anwender in Apple-Foren beschwerten, schwieg sich das Unternehmen zunächst aus, bis das Problem gefunden wurde. Worin genau dieses liegt, erklärte der Konzern bislang nicht. Ersten Erfahrungen der Mac-&-i-Redaktion zufolge, die den Bug auf einem iPhone 4S nachvollziehen konnte, scheint er aber mit der automatischen Zeiteinstellung per GPS zusammenzuhängen.

Ebenfalls von Apple an Entwickler ausgeliefert wurde eine zweite Beta von iTunes 10.5.1 zum Testen des Musikabgleichdienstes iTunes Match. Diese ersetzt die gerade ausgelaufene Vorversion. Entwicklern zufolge ist es nun möglich, den Service mit Apple-TV-2-Boxen zu testen, außerdem gibt es einige "wichtige Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen". Wann Apple den verspäteten iTunes-Match-Dienst einführt, ist weiter unklar. (bsc)