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iOS 8 in der Praxis: iPhone 4s verlangsamt, HealthKit streikt und ein "Killswitch" für alle

Nachdem Apple am Mittwochabend sein neues Mobilbetriebssystem freigegeben hat, entdecken User diverse interessante Kleinigkeiten – und die ersten gröberen Probleme. Mac & i fasst wichtige Informationen zusammen.

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Grundsätzlich scheint die iOS-8-Update-Lawine, die Apple am Mittwochabend losgetreten hat, relativ wenig Probleme zu verursachen. Anfangs gab es aufgrund des großen Ansturms Schwierigkeiten beim Download, die sich aber mittlerweile gelegt haben dürften. Mac & i fasst einige große und kleine Bereiche zusammen, wo es bei iOS 8 noch hakt – und nennt Details, die man sich unbedingt ansehen sollte:

  • Nutzer eines iPhone 4s sollten sich überlegen, ob sie iOS 8 installieren wollen. Laut einer Analyse von Ars Technica laufen die mittlerweile fast drei Jahre alten Geräte nach dem Update teilweise langsamer, etwa beim Start von Apps. Zudem lässt sich die neue Continuity-Funktion nicht nutzen und OpenGL ES 3.0 sowie Metal zur Grafikbeschleunigung laufen nicht auf den Geräten. Apples neue Textvervollständigung QuickType nimmt auf den 3,5-Zoll-Geräten zudem viel Platz weg.
  • Apples wichtige Gesundheits-App Health lässt sich derzeit nur eingeschränkt nutzen. Der Grund: Die Entwicklerschnittstelle HealthKit, über die Anwendungen von Drittherstellern ihre Daten bereitstellen soll, weist Fehler auf. Entsprechend hat Apple den Rollout solcher Programme zwischenzeitlich gestoppt. Gegenüber einem Reporter sagte Apple, man habe einen "Bug" entdeckt und werde diesen über ein Softwareupdate ausbessern. Dieses sei allerdings erst bis Ende des Monats zu erwarten.
  • Wer Fotos und Videos von seinem iOS-8-Gerät löschen will, kann dies künftig nicht mehr ganz so einfach tun. Die Photos-App verfügt nun über ein neues "Kürzlich gelöscht"-Album, das als eine Art Papierkorb dient. Erst wenn man die darin enthaltenen Aufnahmen vernichtet, verschwinden Bilder komplett vom Gerät.

Apples Gesundheits-App kann noch nicht mit externen Programmen kommunizieren.

(Bild: Apple)

  • In iOS 8 wird die Aktivierungssperre künftig automatisch vorausgewählt. Die Funktion dient als "Kill Switch" im Falle eines Geräteklaus, Diebe können das Gerät dann ohne Apple ID nicht mehr neu aufsetzen. Apple reagiert damit offenbar auf eine entsprechende Forderung aus der US-Politik, die den Konzern prompt auch dafür lobte.
  • Einige bekanntere Apps wie Dropbox oder Watchever funktionieren mit iOS 8 gar nicht oder nicht richtig. In vielen Fällen existieren bereits Updates (Dropbox), manchmal muss man sich noch einige Tage gedulden (Watchever). Ein Blick in die Softwareaktualisierung auf dem iOS-Gerät oder in iTunes ist in jedem Fall lohnenswert, es gibt zahlreiche Updates. Ergänzung: Dropbox scheint derzeit immer noch nicht richtig zu funktionieren, Nutzer berichten von doppelten Bildern nach der Synchronisation.
  • Wer sich in iOS 8 einlesen will, findet über iBooks englischsprachige Anleitungen für iPhone, iPad und iPod touch. Deutsche Versionen dürften noch ein wenig dauern.
  • Während die Continuity-Funktion zwischen iOS-Gerät und Mac noch nicht funktioniert, weil Apple das dafür notwendige OS X Yosemite nicht freigegeben hat, lässt sich das Feature zwischen iOS-8-Geräten bereits ausprobieren. So lassen sich etwa E-Mails oder Links weitergeben. Zudem soll man auch SMS von einem iOS-Gerät ohne Mobilfunkmodul verschicken können, wenn es mit einem iPhone gekoppelt ist. Das scheint aber noch nicht immer zu klappen.
  • Mit iOS 8 ist es erstmals für Apps von Drittanbietern möglich, den Touch-ID-Sensor von iPhone 5s, 6 und 6 Plus zu nutzen. MacRumors hat eine Auflistung von Anwendungen publiziert, die dies anbieten. 9to5Mac liefert zudem eine Übersicht interessanter Alternativtastaturen – auch diese lassen sich mit iOS 8 erstmals nutzen.

Weitere Hintergrundinformationen zu iOS 8 lesen Sie in den Mac & i-Ausgaben 4/2014 und 5/2014.

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(bsc)