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iOS: Apps doppelt und dreifach – trotz Apple-Verbot

Eigentlich verbieten die Richtlinien des App Store, dass Anwendungen unter mehreren Namen vertrieben werden. Das wird jedoch öfter unterlaufen.

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App-Store-Icon.

(Bild: dpa, Ritchie B. Tongo/EPA)

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Bestimmte Anwendungskategorien im Softwareladen für iPhone und iPad werden vermehrt mit Klon-Apps bestückt. Dabei handelt es sich um Programme, die sich bis auf ihren Namen und ihr Icon nicht unterscheiden – sogar die Herstellerfirma verändert sich nicht. Ziel der Entwickler ist es offenbar, von Nutzern leichter gefunden zu werden – und damit mehr Einnahmen zu generieren.

In Apples App-Store-Regeln für Developer ist eigentlich explizit festgelegt, dass Anwendungen nur einmal hinterlegt sein dürfen: "Schaffen Sie nicht verschiedene Bundle-IDs der gleichen App." Möchten Unternehmen Anwendungen für verschiedene Orts- oder Funktionsbereiche schaffen, sollen sie Variationen im Rahmen von In-App-Verkäufen in einer einzigen Anwendung anbieten.

Wie nun das IT-Blog TechCrunch aufzeigt, halten sich Entwickler nicht immer an diese Vorgaben – und Apple scheint es nicht weiter aufzufallen. Eine der entsprechenden Kategorien sind VoIP-Apps, mit denen man sich virtuelle Telefonnummern kaufen kann, um Anrufe zu tätigen oder SMS zu versenden.

So gibt es etwa ein Programm, das drei Mal mit verschiedenen Icons, Namen und leicht veränderten Beschreibungstexten im App Store bereit steht – und sogar eine ordentliche Bewertung samt Hunderttausenden Reviews aufweisen. Als Grund für den Ansatz nannte der Hersteller gegenüber TechCrunch, man habe "unterschiedliche Marketingziele." Teilweise würden Funktionen aktiviert und deaktiviert, um die Apps zu unterscheiden, sie hätten aber die gleiche Codebasis. Apple untersuche sie ständig und habe sich nie gemeldet.

Ein weiteres App-Beispiel betrifft eine ähnliche Produktkategorie, einen sogenannten "Phone Burner", der ebenfalls Alternativnummern offeriert. Hier soll es mindestens fünf Varianten einer App geben, die jedoch unter zwei verschiedenen Entwicklernamen eingereicht wurden. Ein drittes Beispiel ist eine App, die mit drei verschiedenen Namen in drei verschiedenen App-Store-Kategorien platziert wurde. Das soll offenbar helfen, besser gefunden zu werden. (bsc)