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iOS und OS X: Safari-Vorschläge legen Apples Webbrowser lahm

Eine Fehlkonfiguration bei Apples Suchhilfe scheint aktuell der Grund für einen sofortigen Absturz von Safari, wenn Nutzer auf iPhone oder iPad die Adresszeile auswählen oder eine Eingabe starten. Das Problem lässt sich umgehen.

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Apple

(Bild: dpa, Shawn Thew)

Die iPhone- und iPad-Version von Apples Browser Safari stürzt im Moment bei vielen Nutzern unmittelbar ab, sobald man die Adressleiste auswählt oder eine Suchanfrage startet. Das Problem betrifft iOS 9 sowie iOS 8 und steht offenbar im Zusammenhang mit der Funktion "Safari-Vorschläge".

Diese übermittelt alle Suchanfragen an Apple und zeigt Treffer zu bestimmten Dingen an, darunter Wikipedia-Artikel, iTunes- und App-Store-Inhalte oder Lokalitäten in der näheren Umgebung, dafür wird auch der Standort des Nutzers an den Konzern übermittelt, wenn die Ortungsdienste aktiv sind.

Safari in Mac OS X ist ebenfalls beeinträchtigt: Dort stürzt der Browser zwar nicht sofort ab, reagiert aber nicht mehr länger auf Eingaben in der Adresszeile – und lässt sich somit praktisch nicht mehr nutzen, um Seiten aufzurufen oder Suchanfragen durchzuführen.

Eine serverseitige Fehlkonfiguration von Apples Suchdienst scheint der Auslöser der Problematik. Entsprechend einfach lässt es sich derzeit umgehen: Dafür müssen Nutzer in den iOS-Einstellungen für Safari lediglich die Safari-Vorschläge im Bereich "Suchen" deaktivieren. In Safari für OS X liegen die Safari-Vorschläge in den Einstellungen unter "Suchen". Alternativ kann man den privaten Modus aktivieren, dann tritt kein Absturz auf. Wurden die Safari-Vorschläge deaktiviert, sollte der Browser wieder wie gewohnt funktionieren.

Davon unabhängig kann derzeit auch ein Fehler in der HTML-5-History-API beim Aufruf einer manipulierten Webseite zum Absturz von Safari auf iOS wie OS X führen. Apple arbeitet derzeit an der Beseitigung des Bugs, erklärte der iPhone-Hersteller gegenüber iMore.

Ob Apple das Problem bei den Safari-Vorschlägen bereits angegangen ist, bleibt vorerst unklar. Selbst wenn der Fehler behoben wurde, könnte ein Cache dazu führen, das bei Millionen von Nutzern der Browser für eine gewissen Zeit weiterhin abstürzt, merkt der Entwickler Steven Troughton-Smith an. (lbe)