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iPad-Kaufberatung 2019: Vom Einsteiger-iPad bis zum iPad Pro

Die Auswahl ist groß: Apples vier Tablet-Modellreihen reichen von 300 bis über 2000 Euro – doch welches ist das richtige? Mac & i nennt die Unterschiede.

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Das iPad ist um einiges jünger als das iPhone und kann bis auf Telefonieren im klassischen Mobilfunknetz alles, was das Smartphone auch kann – und sogar noch mehr: Vorteile bieten die iPads durch einen größeren Bildschirm, einen größeren Akku, anschließbare Tastaturen und teilweise mögliche Stiftbedienung. Außerdem sind sie mit Neupreisen ab rund 300 Euro günstiger zu haben. Videos anschauen, eBooks lesen oder im Internet surfen – all das macht einfach mehr Spaß als auf dem kleinen Screen älterer iPhones.

Bei den Unterschieden an Funktionen, Leistung, Größen und Gewicht zwischen den iPads aus den letzten fünf Jahren blicken selbst Apple-Kenner ohne Nachschlagen nicht durch. Mit dieser Kaufberatung liefern wir den Stoff dafür.

Ebenso wie die iPhones besitzen sämtliche iPads ein Multitouch-Display und werden vor allem mit den Fingern bedient. Auf ihnen laufen ebenfalls iOS-Apps, allerdings werden dem Anwender im Store zunächst nur die fürs iPad optimierten oder für beide Plattformen angepassten Titel (universal) zum Download angezeigt. Man hat aber die Möglichkeit, reine iPhone-Apps zu laden (bei der Suche im Store oben links auswählen) und laufen zu lassen – dann jedoch mit breiten schwarzen Streifen am Rand.

Alle erwähnten Modelle bringen Mikrofon, Lautsprecher sowie Sensoren für Beschleunigung (Accelerometer), Lage (Gyroskop), Annäherung (Proximity), Umgebungslicht (Ambient light) und Erdmagnetismus (Kompass) mit. GPS gibt es jeweils nur in den Versionen mit Mobilfunk (Cellular oder LTE genannt). Aber selbst mit denen kann man keine Telefonate führen, sondern lediglich per Internet kommunizieren, also etwa mit Skype oder FaceTime. Hat man eine LTE-Version und möchte sie voll ausnutzen, benötigt man eine SIM-Karte – Verträge mit einer Telefon-Flatrate oder Frei-Minuten ergeben hier aber wenig Sinn. Es gibt jedoch reine Datentarife.

Einige iPads bringen zusätzlich eine eingebaute SIM mit. Für diese kann man nur die von Apple unterstützten Provider und Verträge auswählen und das sind in Deutschland nur wenige. In iPad Pro 2018 sowie iPad Air 3 und iPad mini 5 steckt eine eSIM, auch hier ist die Anzahl der Anbieter mit speziellen Tarifen noch überschaubar. Im Urlaub kann es einem zum Beispiel die nervige Beschaffung und Authentifizierung von Prepaid-SIMs abnehmen. Unabhängig davon, lässt sich das iPad als Hotspot für die ganze Familie verwenden.

Als Prozessoren kommen im Prinzip mit etwas Zeitverzug die gleichen, ARM-basierten SoCs (System-on-Chip) mit integrierter Grafik-Einheit zum Einsatz wie beim iPhone, nur dass sie oft etwas höher getaktet sind und mehr Rechenkerne mitbringen. Die Leistung reicht bei allen iOS-12-tauglichen Geräten für sämtliche Alltagsaufgaben wie Surfen, Mailen oder Texten und die meisten Apps aus.

Im Test fiel uns bei Speichergrößen bis 32 GByte allerdings eine sehr niedrige Schreibrate auf den Flash-Speicher von lediglich 72,6 MByte/s auf. Hier können die SSD-Controller die Daten nicht über mehrere Kanäle verteilen und werden zum Flaschenhals. Diesen Unterschied merkt man beim Sichern von Dokumenten bereits – ungefähr so wie zwischen dem Schreiben auf eine Festplatte statt auf SSD am Mac. Ein Gerät mit 16 GByte Flash sollten Sie nur kaufen, wenn Sie mit wenigen Apps auskommen und weder viel Musik noch Fotos oder Videos langfristig auf dem iPad sichern wollen.

Nützlicher mit Stifteingabe: Alle neuen iPads (ab 2018) unterstützen den Apple Pencil.

Seit dem zweiten iPad sind alle Geräte mit Kameras an Vorder- und Rückseite ausgestattet – allerdings meist mit schlechteren Sensoren als die gleichaltrigen iPhones. Ein Blitz zog erst 2016 ein.

Alle aktuellen iPads verfügen über WLAN und Bluetooth sowie eine Kopfhörerbuchse und einen Lightning-Anschluss. Nur das iPad Pro 2018 tanzt bislang aus der Reihe: Dort hat USB-C den Lightning-Port ersetzt, die Klinkenbuchse wurde gestrichen.

Im Unterschied zum iPhone benötigen iPads einen höheren Ladestrom, weshalb normale USB-Ports zum schnellen Betanken nicht tauglich sind. Dafür eignen sich die Buchsen neuerer Macs mit erhöhtem Ladestrom, spezielle Hubs und Docks oder kraftvolle Netzteile ab 10 Watt wie das mitgelieferte.

Alle iPads besitzen gute IPS-Displays im 4-zu-3-Format, ab den Retina-Varianten (über 260 dpi) sind sie nicht nur farbkräftig und brillant, sondern auch knackscharf. Die Lesbarkeit im Sonnenlicht wird aber durch die Spiegelungen der vorgesetzten Scheibe behindert. Am Strand oder auf der Terrasse eignen sie sich nur an einem schattigen Plätzchen.

Auf allen erwähnten iPads laufen die Sprachassistentin Siri und iOS 12, viele sind aber nicht mehr bei Apple, sondern nur noch bei Händlern erhältlich. Die günstigsten Preise von verschiedenen iPads finden Sie im Heise Preisvergleich, Händler unterbieten den Apple Store teils deutlich. Mit iOS 13 respektive iPadOS wird Apple im Herbst die Software-Unterstützung für bestimmte ältere Modelle einstellen, der iPadOS-Support ist jeweils vermerkt.

iPadOS – iOS 13 fürs iPad (21 Bilder)

iPadOS 13 erscheint im Herbst 2019 und bringt neue Funktionen speziell für iPads, so lassen sich zum Beispiel Widgets direkt auf dem Homescreen anzeigen.