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Mac & i

iPad Pro: Die 10 wichtigsten Testergebnisse

4. Verbesserte Kamera – aber ohne Bildstabilisator

Die 12-Megapixel-Kamera in beiden Modellen macht recht farbneutrale Weitwinkelbilder (Brennweite 26 mm wie beim iPhone XS/XR), belichtet Tiefen und Lichter dank Smart HDR besser und eignet sich für 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde (und neuerdings Stereo-Ton). Die Qualität der Aufnahmen erreichte im Test nicht die von zum Beispiel dem iPhone XR. Besonders bei Panorama-Bildern mit wechselnden Belichtungssituationen traten die gleichen Probleme auf wie bei früheren iPhones bis zum X. Außerdem fehlt der Bildstabilisator zum Entwackeln von Videos und Fotos bei schlechtem Licht, den Apple in die iPad Pros 10,5 und 12,9 Zoll von 2017 noch eingebaut hat. Schade.

Anders als das iPhone XR errechnet die Einzelkamera keine Bokeh-Fotos mit unscharfem Hintergrund per Software. Ein LED-Blitz (Quad-LED True Tone) leuchtet die nähere Umgebung beim Fotografieren oder Filmen recht gleichmäßig aus, dabei trat aber eine nervige Auslöseverzögerung auf.

Die Einzel-Kameras können nicht mit der des iPhone XR mithalten, liefern aber auch 12-Megapixel-Bilder und Smart HDR.

Den superschnellen A12 Bionic aus den iPhones XS/Max und XR vom Herbst hat Apple nochmals aufgebohrt zum A12X Bionic. Er arbeitet mit je vier High-Performance- und Energiespar-Kernen statt je drei bei den iPhones vom Herbst. Bei Geekbench-Multicore hängten die beiden Neuen die bisher schnellsten iPads (Pro 10,5" und 12,9" von 2017) um fast 100 Prozent ab (beinahe 18.000 Punkte statt 9300). Die neuen iPad Pros waren auch deutlich schneller als die besagten iPhones (rund 11.500 Punkte) und unser MacBook Pro 13" (mit Touch Bar) von 2016 (8305 Punkte). Für unseren ausführlichen Testbericht im kommenden Mac & i Heft 6/2018 überprüfen wir, wie sich die Performance bei Real-World-Apps verhält. Apple verspricht in der Werbung, das iPad Pro überflügele 92 Prozent aller Notebooks, die im letzten Jahr verkauft wurden.

Der A12(X) Bionic enthält einen KI-Beschleuniger (Neural Engine), von dem besonders Machine-Learning- und Augmented-Reality-Apps profitieren.

Statt vier wie bei den iPhones besitzt der neue iPad-Prozessor sieben Kerne innerhalb der GPU. In unseren Tests ergab sich bei 3DMark Ice Storm Unlimited ein Vorsprung gegenüber den iPad-Pro-Vorgängern von fast 100 Prozent (etwa 100.000 zu rund 55.000 Punkte), bei GFX Bench Metal, 1080p Manhattan Offscreen, waren es rund 300 Prozent mehr Leistung. Apple behauptet, die neue GPU sei sogar so schnell wie die in einer Xbox One S.