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Mac & i

iPad Pro: Die 10 wichtigsten Testergebnisse

7. Mehr maximaler Speicher, aber weniger ist langsamer

Inhaltsverzeichnis

Erstmals gibt es iPad-Versionen mit einem Festspeicher von bis zu 1 TByte Kapazität, allerdings kostet allein dieser einen Aufpreis von 830 Euro. Neben dem größeren Volumen bieten die größeren Speicher-Varianten zusätzlich höhere Transferraten. Unsere beiden Testgeräte mit 1 TByte Kapazität schaufelten rund 1000 MByte/s beim Schreiben und 2100 MByte/s beim Lesen durch. Die Variante mit 256 GByte erreichte noch gute 490 respektive 1710 MByte/s, die mit 64 GByte sogar lediglich 222/420 MByte/s. Zum Vergleich: Moderne 3,5-Zoll-Festplatten schaffen bereits rund 220 MByte/s. Der Grund für die großen Performance-Unterschiede zwischen den verschiedenen Flash-Größen liegt in der Zahl der SSD-Module und damit der Kanäle, auf die der Flash-Controller gleichzeitig zugreifen kann.

Wie iPhone XS und XS Max können die neuen Pro-iPads normalerweise auf 4 GByte Arbeitsspeicher zugreifen, was die Bearbeitung von großen Dateien beschleunigt. Investiert man in 1 TByte Flash, bekommt man 6 GByte RAM. Das ist ebenfalls Rekord in einem iOS-Gerät.

Erstmals in einem iOS-Gerät verwendet Apple bei den iPad Pros USB-C – und zwar mit der vollen USB-3.1-Geschwindigkeit von 10 GBit/s – anstelle des Lightning-Anschlusses. In der Folge passt die gesamte Peripherie inklusive des alten USB-A-Kabels zum Aufladen und des alten Pencils nicht mehr.

Zu den Vorteilen zählt das flexiblere Anstöpseln von anderen Geräten. Beispielsweise kann man einen externen Monitor direkt am iPad betreiben. Als zusätzliche Display-Fläche können ihn aber nur angepasste Apps nutzen. Die neue Version 2.2.6 von iMovie (seit gestern im App Store) etwa spielt den bearbeiteten Film bildschirmfüllend auf dem externen Monitor. Die aktuelle Keynote-Version (ebenfalls von gestern) zeigt auf externen Displays die Präsentation, aber derzeit nur im 4:3-Format. Solange Entwickler nichts dafür tun, zeigen andere Apps auf dem externen Monitor 1:1 den gespiegelten Bildschirminhalt des iPad.

Hier sind MacBooks wesentlich flexibler, da macOS mit Fenstern arbeitet und nicht wie iOS Apps den ganzen Bildschirm überlässt. Im Übrigen fehlt iOS ein Mauszeiger für die Bedienung auf dem externen Display.

USB-C hat bei iPad Einzug gehalten. Darüber ist der verschobene Smart-Connector zu erkennen.

Auch wenn alle USB-C-Adapter von Apple mit dem iPad funktionieren sollen, akzeptiert iOS USB-Sticks nicht als Massenspeicher, sondern nur als Lieferant für Bilder und öffnet die Fotos-App, wenn man einen anschließt. Spezielle Apps, die Daten auf Lightning-Sticks ablegen können, funktionierten im Test nicht mit USB-Sticks.

Beim iPad Pro mitgeliefert wird ein reines USB-C-Kabel nebst passendem USB-C-Netzteil (18 Watt, 9 Volt und 2 Ampere). Die iPads akzeptieren auch andere Power-Delivery-Profile bis zu 36 Watt (15 Volt und 2,4 Ampere), wie sie etwa die "tizi Tankstelle" mit 60 Watt bereitstellt. Damit lassen sich die ersten 50 Prozent der Akkukapazität doppelt so schnell aufladen.

Außerdem kann man über USB-C beispielsweise eine Tastatur oder ein Ethernet-Kabel mit einem entsprechenden Dock (getestet mit dem Aukey CB-C55) anschließen. Eine Maus wurde nicht erkannt.

Zum Synchronisieren mit iTunes auf älteren Macs (die noch kein USB-C haben) benötigt man bestimmte Kabel oder Adapter von USB-C auf USB-A. Einen Adapter zum Anschluss von Lightning-Geräten an die neuen iPad Pros bietet Apple derzeit nicht an.

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Die neuen iPad Pros bringen weder eine Mini-Klinkenbuchse noch einen Lightning-Port mit, wodurch der Anschluss eines kabelgebundenen Kopfhörers erst durch den Einsatz eines zusätzlichen Adapters möglich wird. Apple verkauft seinen USB-C-auf-Audio-Adapter für 10 Euro. Im Test funktionierte er problemlos. Über Bluetooth lassen sich Kopfhörer natürlich weiterhin verbinden. Externe Soundkarten kann man mit Hilfe eines USB-C-auf-USB-A-Adapters oder -Docks betreiben.

Der Stereo-Sound der vier eingebauten Lautsprecher klang für solch flache Geräte überraschend gut und überraschend laut. Bässe kann man nicht erwarten.

Als Funk-Techniken stehen WLAN nach 802.11ac im 2,4- und 5-GHz-Band zur Verfügung sowie bei den Cellular-Modellen Gigabit-LTE mit einer normalen Nano-SIM und gleichzeitig einer eSIM für bestimmte Mobilfunk-Verträge.

Im Lieferumfang des iPad Pro befinden sich ein Kabel mit USB-C-Steckern auf beiden Seiten und ein USB-C-Netzteil mit 18 Watt. Den USB-C-auf-Mini-Klinken-Adapter gibt es für 10 Euro extra.

Der neue Apple Pencil hat eine abgeflachte Seite, haftet magnetisch am Gehäuserand und lädt sich per Induktion, aber nicht per Qi. Er hat jetzt seinen festen Platz am (im Porträtmodus oberen) Bildschirmrand und kann deshalb nicht mehr so schnell verloren gehen wie bisher. Durch einen Doppeltipp im unteren Drittel kann man Kernfunktionen umschalten (etwa vom Pinsel zum Radiergummi und zurück). Dieser Touch-Befehl wird allerdings von vielen Apps noch nicht akzeptiert. Schreiben und Zeichnen etwa in der Notizen-App funktioniert genauso gut wie mit dem Vorgänger. Der neue Stift kostet 135 Euro und ist nicht mit älteren iPads kompatibel, ebenso wenig wie der alte runde Pencil (99 Euro) zu den neuen iPads.

Der Pencil besitzt nun einen Touch-Sensor, mit dem man durch einen Fingertipp schnell zwischen Grundfunktionen wie Pinsel und Radiergummi umschalten kann.

Neu sind auch Apples Tastaturen für den Smart Connector, der bei den neuen iPad Pros auf die Rückseite gewandert ist. Über diese drei Punkte liefert das Keyboard seine Signale an das iPad und bezieht seinerseits den Strom. Dank vieler Magnete im iPad hält sowohl der Schutz für die iPad-Rückseite als auch das iPad auf der Tastatur in zwei Positionen sehr fest. Auch im geschlossenen Modus bleibt die Tastatur fester am iPad haften als bisher, sodass sich nicht so leicht Krümel oder kleine Gegenstände im Rucksack dazwischen zwängen können.

Die neuen "Smart Keyboard Folios" kosten 199 Euro für das iPad 11" respektive 219 Euro für das große und funktionierten im Test tadellos. Die leicht genoppte und vor Feuchtigkeit schützende Folie über den Tasten wirkt allerdings etwas billig.

iPad und Smart Keyboard haften per Magneten aneinander. Ebenso der Pencil (oben), der dort per Induktion geladen wird.

Weitere Ergebnisse und Messwerte einschließlich Akkulaufzeiten und Real-World-Benchmarks sowie unsere ausführliche Einschätzung, wer die neuen iPad Pros für welche Anwendungen braucht, lesen Sie in unserem ausführlichen Testbericht in Mac & i Heft 6/2018, das am 6. Dezember in den Handel kommt. Käufer des aktuellen c't iPhone, iPad, Apple Watch können ihn kostenlos per E-Mail anfordern.

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(jes)