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iPad-Produktion bald auch in Brasilien

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Brasiliens Wissenschafts- und Technologieminister Aloizio Mercadante bestätigt gegenüber dem Medienunternehmen Globo, dass der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn in Jundiaí voraussichtlich ab September mit der Produktion von iPads beginnen werde. Bislang lässt Apple von Foxconn in zwei chinesischen Fabriken produzieren. Bereits im April gab es erste Anzeichen für die Milliarden schwere Investition.

Foxconn musste die eigentlich für Juli geplante Produktion des iPad 2 wegen verzögerter Fertigstellung des Fabrikgebäudes verschieben. "Außerdem gibt es einen Mangel an Fachkräften", stellte der Minister fest, "nur 175 Ingenieure hat das Unternehmen einstellen und in China schulen können, nötig wären aber 200."

Aufgrund von Zoll- und Steuerbestimmungen sind in Brasilien importierte Elektronikgeräte nahezu doppelt so teuer wie etwa in den Vereinigten Staaten. Durch die inländische Produktion fällt dieser Nachteil zukünftig weg. Foxconn eröffnet mit der Fabrik in Jundiaí nördlich von São Paulo seine erste Fertigungsstätte in Lateinamerika. Das Unternehmen steht immer wieder in der Kritik wegen schlechter Arbeitsbedingungen. Ende Mai geriet Foxconn wegen einer Explosion in der iPad-Fabrik im chinesischen Chengdu in die Schlagzeilen, bei der drei Arbeiter ums Leben kamen. (olm)