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iPhone 11: Standortzugriff mancher Systemdienste lässt sich nicht abschalten

Selbst wenn allen Apps und Systemdiensten die Abfrage des Aufenthaltsortes untersagt wird, signalisiert das iPhone 11 weiterhin Standortabfragen.

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(Bild: NYC Russ/Shutterstock.com)

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Eine Änderung an den Ortungsdiensten auf iPhone 11 und iPhone 11 Pro sorgt für Verwirrung. Die neuen Geräte signalisieren auch dann noch eine aktive Standortabfrage, wenn der Nutzer für sämtliche Apps sowie alle iOS-Systemdienste den Standortzugriff einzeln abgeschaltet hat. Das Kompassnadel-Icon erscheint daraufhin beispielsweise stets noch in der iPhone-Statusleiste, wenn der Flugmodus deaktiviert wird.

In den Datenschutzeinstellungen für die Ortungsdienste wird zudem nicht verzeichnet, welche App oder welcher Dienst auf GPS- respektive die Standortdienste des Gerätes zugreift, wie der Security-Journalist Brian Krebs berichtet. Das Kompassnadel-Icon zeige sich nur dann gar nicht mehr, wenn man die Ortungsdienste global abschaltet. Krebs meldete das Verhalten als mögliches Datenschutzproblem an Apple und erhielt die Antwort, man könne darin "keine Implikationen für die Sicherheit sehen", es handele sich um "erwartungsgemäßes Verhalten". Das Kompassnadel-Icon erscheine nämlich für "Systemdienste, die keinen Schalter in den Einstellungen haben".


Weitere Details wurden nicht genannt. Entsprechend bleibt unklar, welche Systemdienste den Standort des Nutzers abfragen und zu welchem Zweck. Warum es für diese Dienste keinen Ausschalter gibt, bleibt ebenfalls unklar. In den iOS-Einstellungen gibt es eine lange Liste mit Schaltern für Systemdienste, die den Standort abfragen und zu verschiedenen Zwecken an Apple übermitteln, darunter etwa "ortsabhängige Apple Ads" und GPS-Position und Fahrgeschwindigkeit für Apples Stau- und Verkehrsdienst.

Nutzer zeigen sich teils seit iOS 13.1 irritiert, dass das kleine Kompassnadel-Icon immer wieder in der iPhone-Statusleiste erscheint – befürchtet wird auch, dass die stete Aktivierung der Standortdienste die Akkulaufzeit verkürzen könnte, konkrete Anhaltspunkte dafür gibt es bislang aber nicht.

In den Datenschutzeinstellungen betont Apple, dass der Standort bei Notrufen an Rettungsleitstellen übermittelt werden kann, auch wenn die Ortungsdienste abgeschaltet sind – das sollte aber nur im Fall eines Notrufes passieren. In ersten europäischen Ländern unterstützt Apple dafür das quelloffene Protokoll "Advanced Mobile Location" (AML), bislang allerdings noch nicht in Deutschland.

Ob die Standortabfrage mit dem neuen Ultrabreitband-Chip (UWB) U1 zusammenhängt, der nur in iPhone 11 und 11 Pro steckt, bleibt ebenfalls unklar. Manche Nutzer berichten, dass die ungewollte Standortabfrage auch auf anderen Geräten zu beobachten ist.

[Update 6.12.2019 17:10 Uhr] Ungewollter Standortzugriff bei iPhone 11: Apple verweist auf neuen Funkchip.

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(lbe)