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iPhone 7 Plus im Teardown: Taptic Engine killt Kopfhörerbuchse

Ein Reparaturdienstleister hat Apples neue Smartphone-Generation zerlegt – und zeigt, was Apple statt des 3,5-mm-Klinkenanschlusses einbaut. Auch die Apple Watch Series 2 wurde untersucht.

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Die Taptic Engine ist nach unten gerutscht, aber ein Stück Plastik steckt auch dazwischen.

(Bild: iFixIt)

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Die wohl spannendste Frage beim Hardware-Aufbau des neuen iPhone 7 war, was Apple wirklich mit dem gewonnenen Platz durch den weggelassenen Kopfhöreranschluss angestellt hat. Die Antwort liefert nun der Reparaturdienstleister iFixIt mit einem soeben durchgeführten Teardown.

Laut Zerlegung nutzt Apple den neuen Bereich a) für die in die Nähe des Homeknopfes gewanderte Taptic Engine (Vibrationsmotor) und b) für den Einbau einer Kunststoffkomponente, die entweder zum Abdichten des (nun wasserresistenten) Geräts oder zur Weiterleitung des Mikrofonsignals dienen dürfte. Apple hat das Gehäuse des iPhone 7 / 7 Plus mit Löchern an beiden Seiten der Lightning-Buchse versehen, um eine optische Symmetrie herzustellen – ein Lautsprecher steckt allerdings nur unter der rechten Seite.

[Update 16.09.16 23:37 Uhr:] Laut Apple handelt es sich bei dem Kunststoffteil um eine barometrische Öffnung ("barometric vent"). Diese dient dazu, dass der im iPhone integrierte Luftdruckmesser zur Höhenbestimmung trotz der Wasser- und Staubabdichtung weiterhin funktionert. [/Update]

Das im Teardown auseinandergebaute iPhone 7 Plus in Roségold zeigt weiterhin die größere Batterie mit 2915 mAh statt zuvor 2750 mAh Kapazität. Laut Aufdruck leistet der Akku 3,82 V und 11,1 Wattstunden. Von iFixIt entdeckt und fotografiert wurden außerdem das im iPhone 7 Plus erwartete 3 GByte große RAM-Modul (beim kleineren iPhone 7 bleiben es 2 GByte) und das beschleunigte A10-Fusion-SoC. Die größere Kameraeinrichtung mit zwei Sensoren macht einen erweiterten "Kamera-Bump" notwendig, der direkt ins Alugehäuse eingelassen (beziehungsweise eingefräst) wurde, was für die Wasser- und Staubabdichtung hilfreich ist.

Neben dem iPhone 7 Plus hat iFixIt auch eine Apple Watch Series 2 zerlegt. Zu sehen ist im Teardown unter anderem die größere Batterie, die von Apple durchgeführten Wasserdichtigkeitsmaßnahmen, das neue S2-Computermodul und die GPS-Antenne. Der Lautsprecherbereich der Apple Watch Series 2 ist diesmal so ausgeführt, dass er beim Schwimmen Flüssigkeit aufnehmen kann. Diese wird später mittels Vibration wieder ausgestoßen. (bsc)