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iPhone 8 angeblich mit 3D-Laser-Sensor auf der Rückseite

Mit dem Modul sollen Fotos schneller scharf gestellt und AR-Apps genauer werden. Ein gerade bekanntgewordenes Apple-Patent zeigt zudem, dass Apple seit Jahren an einer sicheren Gesichtserkennung arbeitet, die ebenfalls im iPhone 8 kommen könnte.

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"iPhone 8" angeblich mit 3D-Laser-Sensor auf der Rückseite

Auszug aus einem Apple-Patentantrag für eine Technik, die man "Face ID" nennen könnte.

(Bild: USPTO / Apple / via AppleInsider)

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Das iPhone 8 bekommt einem Bericht zufolge auf der Geräterückseite einen neuartigen Laser-Sensor. Das VCSEL-Modul (Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser) soll unter anderem den Autofokus der rückwärtigen Kamera beschleunigen sowie Abstandsmessungen für Augmented-Reality-Anwendungen vornehmen, heißt es in einer Meldung des Wirtschaftsblattes Fast Company vom Mittwoch. Dies soll eine mit Apples Plänen vertraute Quelle gesagt haben. Mögliche Lieferanten seien Firmen wie Finisar, II-VI oder Lumentum.

Aktuell nutzt Apple für sein in iOS 11 kommendes Augmented-Reality-SDK ARKit nur das im iPhone und iPad steckende Bildsensormodul. Mit proprietären Algorithmen wird dann berechnet, wo ein virtueller Gegenstand in der Aufnahme positioniert werden muss, damit er echt wirkt. Mit einem VCSEL könnte dies noch deutlich besser funktionieren, weil dieser für eine Tiefenmessung einsetzbar wäre. Gleichzeitig könnte der Laser helfen, die Kamera bei Fotoaufnahmen schneller scharfzustellen.

Das Modul soll Apple pro Telefon angeblich nur zwei US-Dollar im Einkauf kosten. Enthalten ist neben der Laserlichtquelle auch eine Linse, ein Detektor und ein Verarbeitungschip. Mit dem VCSEL lässt sich der Abstand zu Gegenständen mittels Time of Flight errechnen – die Zeit also, die das Licht zum Objekt und zurück zum Detektor benötigt.

Spekulationen gab es auch bereits zu einer Lasereinheit für die Vorderseite des iPhone 8. Diese soll helfen, eine sichere Gesichtserkennung zur Geräteentsperrung ("Face ID") zu implementieren, die womöglich den bisherigen Touch-ID-Fingerabdrucksensor ersetzt.

Apple scheint an dem Thema schon eine ganze Weile zu arbeiten. Wie ein soeben frisch veröffentlichter Patentantrag des Konzerns zeigt, bei dem es um "Embedded authentication systems in an electronic device" geht, werkelt das Unternehmen mindestens seit drei Jahre an einer solchen Technik. Auch hier wird eine 3D-Erfassung von bestimmten Gesichtsmerkmalen erwähnt. (bsc)