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iPhone-App-Zukäufe: GoPro setzt auf mobile Videobearbeitung

Mit den Zukäufen will der Action-Kamera-Hersteller das Bearbeiten von Videos auf Mobilgeräten vereinfachen. Eines der zwei iOS-Programme war Apples App des Jahres 2014.

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Replay ist für iPhone wie iPad ausgelegt.

(Bild: Entwickler)

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GoPro will die iPhone-Apps Replay und Splice übernehmen, die Vereinbarungen dafür seien bereits getroffen, teilte der Action-Kamera-Hersteller am Dienstag mit. Ziel der Käufe sei, den eigenen Kunden sowie allen Smartphone-Nutzern einfache Tools zum Bearbeiten und Teilen von Videos auf Mobilgeräten zur Verfügung zu stellen.

Sowohl Replay als auch Splice sind zum Erstellen und Bearbeiten von Videos gedacht. Replay, Apples App des Jahres 2014, erstellt Filme aus Video-Clips und Fotos – in Kombination mit Übergängen, Effekten und Musikuntermalung. Die App ist sowohl für iPhone als auch iPad gedacht.

Splice verspricht, bestimmte Funktionen professioneller Videoschnittsoftware auf das iPhone zu bringen. Beide Apps werden derzeit kostenlos zum Download angeboten, Zusatzfunktionen wie das Video-Exportieren in 1080p lassen sich bei Replay für 15 Euro als In-App-Kauf freischalten.

GoPro erachtet Mobilgeräte als die "vorherrschende Plattform zum Bearbeiten von Videos in der Zukunft". Beide Apps seien derzeit für iOS erhältlich, Android-Versionen für den weiteren Verlauf des Jahres geplant. Das Schicksal von Replay und Splice ist allerdings ungewiss, GoPro will die Funktionen offenbar mit dem eigenen Angebot "kombinieren" – ob die Apps künftig weiterhin einzeln angeboten werden, bleibt unklar. Beide Teams sollen an ihren derzeitigen Orten verbleiben, Replay in Paris und Splice in Austin, Texas.

Eine frühzeitige Preissenkung bei der neuen Hero4 Session sowie hinter den Erwartungen zurückgebliebene Verkäufe setzten GoPro zuletzt unter Druck, die Aktie brach im Januar nach Verkündung der Geschäftszahlen ein. Das Unternehmen will nun rund 100 der insgesamt gut 1500 Arbeitsplätze abbauen.

[Update 2.03.2016 12:15 Uhr] GoPro habe für beide Apps insgesamt 105 Millionen Dollar in Bargeld und Aktien bezahlt, erklärte Gründer und Chef Nicholas Woodman dem Magazin Forbes. (lbe)