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iPhone: Apple plant offenbar Umstieg auf USB-C

iPhone 7 mit Lightning-Anschluss

Seit längerem wird über das Ende des Lightning-Anschlusses spekuliert, bislang steckt er aber unverändert in iPhone und iPad.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Apple will den Lightning-Port bei iPhones des Jahrgangs 2019 angeblich durch USB Typ C ersetzen, das als verbindlicher Ladestandard in der EU vorgesehen ist.

Apple überarbeitet offenbar die hauseigenen Netzteile sowie die zugehörigen Schnittstellen für zukünftige iPhones und iPads. Die 2019er-Generation der iOS-Geräte werde "wahrscheinlich" auf USB Typ C umsatteln, heißt es in Branchenkreisen. Die Verwendung von USB-C im iPhone beschleunige die allgemeine Verbreitung der Schnittstelle weiter, hoffen Analogtechnik-Anbieter.

Das Unternehmen stecke derzeit noch in der Redesign-Phase und werde bei den für Herbst 2018 erwarteten iPhones [1] deshalb vorerst noch unverändert auf die Lightning-Schnittstelle statt USB Typ C setzen, berichtet Digitimes [2]. Vorausgehenden Berichten zufolge will Apple dem iPhone in diesem Jahr aber erstmals ein leistungsfähigeres USB-C-Netzteil beilegen [3] sowie ein USB-C-auf-Lightning-Kabel.

USB-C-auf-Lightning-Kabel

Das USB-C-auf-Lightning-Kabel gibt es nur von Apple – zum zwar gesenkten aber immer noch stolzen Preis von 25 Euro.

(Bild: Apple)

Um iPhone X und iPhone 8 schneller aufzuladen [4], ist schon jetzt ein USB-C-Netzteil erforderlich sowie das entsprechende Apple-Kabel, bezieht man beides vom Hersteller, kostet dies knapp 85 Euro extra. Den Einzelpreis für das Kabel hatte Apple kürzlich gesenkt.

Apple gehört zu den Smartphone-Herstellern, die sich jüngst erst gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet haben, USB Typ C als verbindlichen Ladestandard für neue Modelle in der EU einzuführen [5] – spätestens bis 2021. Dies setzt wohlgemerkt nicht zwingend voraus, einen USB-C-Anschluss im iPhone zu integrieren: Mit der Beigabe eines USB-C-Netzteils und eines USB-C-auf-Lightning-Kabels kann Apple die Verpflichtung ebenfalls erfüllen.

Über einen Umstieg von Lightning auf USB-C wurde schon 2017 für das iPhone X respektive iPhone 8 spekuliert [6], das allerdings weiterhin mit dem bekannten Lightning-Port ausgerüstet ist. Die 2012 mit dem iPhone 5 eingeführte Schnittstelle verliert allerdings zunehmend an Bedeutung: Für Kopfhöreranbindung, Audioausgabe und das Aufladen stellt Apple inzwischen drahtlose Techniken in den Vordergrund.

Bei Macs setzt das Unternehmen bereits seit 2015 auf USB-C, bei bestimmten Modellen wie MacBook und MacBook Pro sogar ausschließlich – außer einer Kopfhörerbuchse ist dort kein anderer Anschluss mehr zu finden. (lbe [7])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4076889

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-X-Plus-iOS-12-Testlaeufe-verraten-Bildschirmaufloesung-4074661.html
[2] https://www.digitimes.com/news/a20180608PD215.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-X-2-soll-endlich-schnelles-Netzteil-mitbringen-4039523.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-8-und-iPhone-X-Schnelles-Laden-erfordert-teures-USB-C-Zubehoer-3830836.html
[5] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Einheitliche-USB-C-Ladegeraete-in-der-EU-sollen-kommen-4069422.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-8-ersetzt-Lightning-Anschluss-angeblich-durch-USB-C-3637940.html
[7] mailto:lbe@heise.de