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iPhone-Auftragsfertiger Pegatron würde Produktion in die USA verlagern – wenn Apple zahlt

In die Diskussion über ein iPhone “Made in USA” hat sich nun auch Apples wichtiger Fertiger Pegatron eingeschaltet: Er könne die Produktion auch in Amerika durchführen, solange der Kunde die Rechnung dafür übernimmt.

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US-Flagge

(Bild: Gemeinfrei (US Navy))

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Der Auftragsfertiger Pegatron – neben Foxconn Apples wichtigster iPhone-Produzent – hat sich offen für eine Verlagerung einzelner Werke in die USA gezeigt, sollte Apple für die dadurch entstehenden Kosten aufkommt. Falls US-Präsident Donald Trump sein Versprechen "Made in America" umsetzt, wäre dies kein Problem für Pegatron, wenn der Auftraggeber die Kosten übernimmt, betonte der Chef des Konzerns Liao Syh-jang auf einer Investorenkonferenz, wie Focus Taiwan berichtet. “Solange es Nachfrage gibt, hat Pegatron immer eine Fertigungslinie parat, unabhängig davon, ob der Auftraggeber aus Amerika oder China kommt."

Pegatron fertigt für Apple iPhones und iPads, darunter angeblich auch das iPhone 7 mit 4,7-Zoll-Display. Dem Bericht zufolge betreibt Pegatron bereits Werke in China, Taiwan, Mexiko und Tschechien. Wegen “exzessiver Überstunden” und anderer Verstöße in der iPhone-Produktion ist Pegatron bereits mehrfach in die Kritik geraten.

Apple-Chef Tim Cook zu Besuch bei Auftragsfertiger Foxconn.

Foxconn-Chef Terry Gou zog jüngst Pläne für eine neue Riesen-Fabrik in Zweifel: Gou bemängelte fehlende staatliche Anreize, zudem fehlten geschulte Arbeiter und eine Lieferkette in den USA.

Auch nach Angabe von Apple-Chef Tim Cook liegt der der hauptsächliche Grund für die Fertigung in China gar nicht in den niedrigeren Lohnkosten, sondern in den Fähigkeiten der dortigen Arbeiter – so gebe es dort etwa eine viel höhere Zahl an qualifizierten Werkzeugmachern, da die berufliche Ausbildung auf die Produktion hin konzipiert sei.

Ein Großteil der iPhones wird bislang in China produziert. In der Region sitzen auch die meisten Apple-Zulieferer. Angeblich hat Apple seine Auftragsfertiger schon im vergangenen Jahr dazu aufgefordert, eine Verlagerung der iPhone-Produktion in die USA zu prüfen. Trump hatte im Wahlkampf getönt, er werde Apple dazu bringen, "ihre verdammten Computer und Dinge in diesem Land statt in anderen Ländern zu bauen”. (lbe)