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iPhone-Besitzer halten länger an Altgeräten fest

Bis zum Neukauf eines iPhones warten US-Nutzer einer Umfrage zufolge immer länger – dies setzt Apple inzwischen unter Druck.

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(Bild: dpa, Julian Stratenschulte)

Viele iPhones bleiben länger im Einsatz, bevor Nutzer ein neues Modell kaufen. Dies geht aus den seit mehreren Jahren regelmäßig in den USA durchgeführten Umfragen der Marktforschungsfirma Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) hervor. Rund die Hälfte der iPhones sei zum Zeitpunkt des Neukaufs inzwischen über zwei Jahre alt, Mitte 2013 habe dieser Anteil der Altgeräte nur bei einem Drittel gelegen.

Der Anteil der sogar über drei Jahre genutzten iPhones nehme zudem ständig zu: Von 5 Prozent vor drei Jahren auf inzwischen 12 Prozent, führt CIRP aus. Das durchschnittliche Alter der ausgemusterten Geräte habe sich in den vergangenen Jahren um durchschnittlich rund drei Monate erhöht.

Als mögliche Gründe führen die Marktforscher an, die Rate der Änderungen bei iPhone-Funktionen habe sich verlangsamt. Zudem lockt das inzwischen gängige Finanzierungsmodell der US-Netzbetreiber im Unterschied zu den früheren Smartphone-Subventionen nicht mehr so stark zum Neukauf, schließlich sinken die monatlichen Ausgaben, sobald das iPhone nach zwei Jahren abbezahlt ist.

Die wachsende Tendenz, den iPhone-Neukauf aufzuschieben, hat sich zuletzt auch auf die Geschäftszahlen des Konzerns ausgewirkt: Erstmals musste das Unternehmen einen Rückgang bei den iPhone-Verkäufen vermelden. Die Upgrade-Rate beim iPhone 6s liege "sehr viel niedriger" als beim vorausgehenden iPhone 6, merkte Apple-Chef Tim Cook an.

Der iPhone-Hersteller versucht bereits, der Entwicklung gegenzusteuern: iPhone-Besitzer können ihr Altgerät beim Neukauf in Zahlung geben oder das iPhone beim iPhone Upgrade Program gewissermaßen abonnieren, dann gibt es bereits alle 12 Monate das jeweils neueste Modell. (lbe)