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iPhone-Entstehung: Steve Jobs an Clickwheel-Telefon interessiert

iPod-Vater Tony Fadell plauderte in einem Interview aus dem iPhone-Entwickler-Nähkästchen. Demnach soll ausgerechnet Steve Jobs an einem "iPod-Phone" interessiert gewesen sein. Inspiration kam unter anderem von Nokia.

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Zum Glück nicht umgesetzt: Clickwheel-iPhone.

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Die Entstehung des iPhone war zwischenzeitlich ein Kampf zwischen einer Touchscreen- und einer Clickwheel-Oberfläche – aber nicht nur. Das hat Tony Fadell, Vater des iPod und einer der wichtigsten iPhone-Mitentwickler, in einem Interview mit The Verge zur Geschichte des Smartphones betont.

Es habe "Tonnen von UI-Entwicklungen" gegeben, zwischen den Hardware- und Softwareteams. "Es war ein Wettbewerb von Ideen, nicht zwischen Teams, und wir haben alle daran gearbeitet." Vielleicht "16, 17 verschiedene Konzepte" habe Apple erarbeitet. Auch über die Frage, ob Menschen auf Glas tippen wollten, wurde intensiv diskutiert.

Zu der kürzlich veröffentlichten Prototypsoftware eines Clickwheel-iPhone sagte Fadell, dieses habe man auf einem Mac ausprobiert – ohne Hardware. Offenbar sei die Software auf ein aktuelles iPhone portiert worden. Das Clickwheel-Gerät sei von Steve Jobs ausgegangen, sagte Fadell. "Viele von uns sahen ganz früh, dass man kein Clickwheel dazu bringen kann, damit schnell Nummern zu wählen.

Er habe gesagt: "Steve, wir wollen keine Zeit damit verbringen." Jobs habe dann geantwortet: "Nein, ich will das machen. Macht es. Ihr müsst es ausprobieren. Probiert es aus." Dann habe man "alles" ausprobiert – darunter ein Clickwheel mit kleinen Knöpfen. Dabei wurde das Team offenbar vom Nokia 3650 inspiriert, einem Smartphone mit rund angeordneter Tastatur. Die Versuche, ein Clickwheel-iPhone zu realisieren, zogen sich dann noch länger, bis man gesagt habe, "das ist Zeitverschwendung". "Aber wir wollten bereit sein, weil er [Jobs] das wollte."

Die beiden iPhone-Prototypen im Vergleich (Video: Sonny Dickson).

Ähnlich habe man auch an einer Hardware-Tastatur gearbeitet. Dann sagte Jobs: "Nein, wir werden die Tastatur zum Laufen bringen, auf dem Glas." Das gelang dann schließlich auch: Das erste iPhone kam mit einer Touchscreen-Tastatur – und die war anfangs sehr umstritten. Im Interview berichtet Fadell auch, warum Apple ARM-Chips für seine iPhones verwendet – dies sei der Tatsache geschuldet, dass die auch im iPod spielten.

(bsc)