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iPhone-Krise: Apple-Aktie bricht ein, Cook spricht vor versammelter Mannschaft

Apple-Aktionären steht ein übler Tag bevor: In Europa sind die Anteilsscheine bereits gut 9 Prozent im Minus. Der Apple-CEO erläutert den Mitarbeitern die Lage.

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Apple musste überraschend seine Umsatzprognosen deutlich absenken.

(Bild: dpa, Mark Lennihan/AP)

Die Apple-Aktie ist nach einer am Mittwochabend veröffentlichten Umsatzwarnung des Konzerns an den europäischen Börsen massiv eingebrochen. Aktuell werden die Anteilsscheine in Frankfurt bei unter 128 Euro gehandelt, das Minus lag in der Spitze bei über 9 Prozent. In den USA, wo die Märkte bald öffnen, steht den Papieren ebenfalls ein Absturz bevor: Nachbörslich ging es im Nasdaq ebenfalls um 9 Prozent herunter, aktuell liegt das Minus bei noch 7,55 Prozent.

Apple hatte unter anderem angekündigt, statt 89 bis 93 Milliarden US-Dollar nur noch mit 84 Milliarden Umsatz zu rechnen. Weiterhin schrumpfte die geplante Marge um 0,5 Prozent. Die Korrektur gehe vor allem auf die schlechteren iPhone-Verkäufe in China zurück, so Apple-CEO Tim Cook.

Börsenkrise setzt sich fort

Apple hatte beim Börsenwert in den vergangenen Wochen sowieso schon signifikant Federn lassen müssen, da es seit längerem Gerüchte über schlechtere iPhone-Geschäfte gibt. Das Unternehmen hatte im August erstmals eine Billionen-Dollar-Bewertung erreicht, doch die wurde bereits im November wieder unterschritten. Am Mittwoch kam der Gesamtkonzern noch auf einen Wert von 750 Milliarden US-Dollar.

Unterdessen hat Apple-Konzernchef intern angekündigt, die Mitarbeiter zu einem "All-Hands"-Meeting zu treffen. Die Veranstaltung ist laut Bloomberg für Donnerstag geplant. Dort soll soll dem Team die aktuelle Lage im vierten Quartal erläutert werden – und die Pläne, mit denen der Konzern vor hat, die iPhone-Krise zu bewältigen.

China schuld – aber nicht nur

Cook hatte zuvor in einem TV-Interview mit dem Börsensender CNBC versucht, die Gemüter zu beruhigen. Das makroökonomische Umfeld sei schuld, "vor allem in Greater China", also Festland-China, Taiwan, Hongkong und Macao. Allerdings seien die neuen iPhone-Modelle auch in anderen Ländern "weniger stark als wir dachten" gewesen.

Cook sprach davon, dass das günstige Akku-Tauschprogramm des Konzerns sowie höhere Preise wegen der Dollar-Stärke Kunden von einem Upgrade abgehalten hätten. Wachstumsfelder sieht Cook aber weiterhin, unter anderem durch das starke Servicegeschäft. Apple sitze nun "nicht herum und wartet darauf, dass sich die makroökonomischen Werte verändern". Man wolle sich "tief auf das konzentrieren, was wir kontrollieren können". (bsc)