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iPhone-Leaks: Apple ändert angeblich Vorgehen

Verrieten früher aus Fabriken geschmuggelte Bauteile das Design neuer iPhones, sind es inzwischen meist CAD-Modelle – das will Apple nun stoppen.

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Gehäuse des bunten iPhone 5c wurden angeblich im großen Stil aus einem Werk geschmuggelt – und verrieten das damals noch geheime Design.

(Bild: dpa, Justin Lane)

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Um eine vorzeitige Enthüllung neuer iPhones zu verhindern, ändert Apple angeblich die Strategie: Die in den vergangenen Jahren eingeführten strikten Sicherheitskontrollen in Werken von Zulieferern hätten diese Quelle von iPhone-Leaks deutlich verringert, wie The Information berichtet. Der Fokus werde nun darauf gesetzt, den Verrat von Geschäftsgeheimnissen durch die Weitergabe schematischer Zeichnungen und CAD-Modelle zu stoppen.

Ursprünglich sind Details zu neuen iPhone-Generationen meist vorab durch eine Veröffentlichung von Bauteilen durchgedrungen – etwa Gehäuserückseiten, die bereits das neue Design zeigen. Vor sechs Jahren sei es zum Beispiel Arbeitern in einem Werk des Zulieferers Jabil gelungen, tausende der bunten iPhone-5c-Gehäuse mit Hilfe eines eingeweihten Wächters und gefälschter Dokumente aus dem Gebäude zu schmuggeln, führt The Information aus. Den Fabrikarbeitern wurden für solchen Schmuggel angeblich Beträge angeboten, die teils einem Jahresgehalt entsprechen.

Apple führte im Anschluss massive Kontrollen ein und eine Kennzeichnung zur Nachverfolgung von Bauteilen. Man führe mehr tägliche Sicherheitskontrollen in Werken von Zuliefern durch als die Transportsicherheitsbehörde der USA (TSA), die unter anderem an US-Flughäfen tätig ist, wie Apple in einer internen Präsentation 2017 erklärte.

Schon damals hieß es, die Kontrollen seien derart effektiv geworden, dass nun mehr Geheiminformationen aus Apples Firmeneinrichtungen nach außen dringen statt bei Zulieferern. Das Sicherheits-Team des Konzerns platziere deshalb Mitglieder in den Produkt-Teams, die "Mitarbeitern dabei helfen sollen, Geheimnisse zu wahren", hieß es damals.


CAD-Modelle können detaillierte Spezifikationen neuer Hardware preisgeben, darunter neben dem Design auch Abmessungen. Besonders Hüllenhersteller sind daran interessiert, vorab Informationen zu den neuen Modellen zu erhalten, um ihre Produkte schon zum iPhone-Verkaufsstart in den Handel bringen zu können – ein millionenschweres Geschäft. Zugleich kommen die schematischen Zeichnungen meist auch an die Öffentlichkeit. Design- und Funktionsneuerungen des iPhone 2019 gelten dadurch längst als weithin bekannt.

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(lbe)