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iPhone-SoCs: Samsung will Auftrag zurück

iPhone-Chips: Samsung will Auftrag zurück

Ein iPhone 7 im geöffneten Zustand.

(Bild: iFixIt)

Mittlerweile bestellt Apple seine iPhone-SoCs der A-Reihe vor allem bei TSMC. Die Konkurrenz aus Südkorea versucht derzeit aber, sich wieder ins Gespräch zu bringen.

Samsung scheint als Apple-Zulieferer momentan kein Glück zu haben: Der zentrale Chip im iPhone 7, der A10 Fusion, wird vom taiwanischen Konkurrenten TSMC gebaut – und auch im "iPhone 8" [1] dürfte wohl wieder kein System-on-a-Chip produziert von den Südkoreanern stecken. Stattdessen dürfte auch der A11, vermutlich erstmals im 10nm-Verfahren hergestellt, erneut von TSMC kommen.

Allerdings wirbt Samsung nun aktiv darum, wieder zu Apples wichtigsten Chiplieferanten zu werden. Wie die in Seoul erscheinenden Etnews melden [2], steckt Samsung daher bis zu 7 Milliarden US-Dollar in neue Fertigungslinien. Geld fließt in den Ausbau der 10nm-Strecken ebenso wie in die Herstellung komplett neuer 7nm-Produktionslinien, die angeblich 2018 herstellungsbereit sein sollen. Diese könnten dann für das SoC im "iPhone 9" genutzt werden, hoffen die Südkoreaner.

Bislang hatte Samsung Investitionen in 10nm-Produktlinien reduziert, nachdem TSMC den Apple-Auftrag gewonnen hatte. Allerdings will man sich beim Umstieg auf die 7nm-Technik nun nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Am Standort Hwasung-si, der sogenannten 17 Line, wird derzeit ein Mix aus DRAMs, 3D-NAND-Flash-Modulen und 10nm-Chips produziert. Dort sollen nun aufgrund der "hohen Erwartungen" für die 7nm-Technik neue Fertigungsstrecken entstehen.

Bessere Nachrichten für Samsung gibt es im Bereich der Bildschirmtechnik. Hier hat der südkoreanische Konzern angeblich einen Milliardenvertrag mit Apple zur Herstellung von OLED-Displays [3] unter anderem fürs "iPhone 8" geschlossen. Es geht laut koreanischen Medien um gut 4,1 Milliarden Dollar. Bis zu 160 Millionen Bildschirme sollen über mehrere Jahre produziert werden. Samsung hat mit der OLED-Technik viel Erfahrung, doch Apples Stückzahlenanforderungen sind gigantisch. Bis 2019 könnten die neuen Displays in allen iPhone-Modellen verbaut [4] werden, vorher wohl nur in einzelnen Baureiehn. (bsc [5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3655506

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/thema/iPhone-8
[2] http://english.etnews.com/20170314200001
[3] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/OLED-fuers-iPhone-Apple-und-Samsung-schliessen-angeblich-neuen-Milliarden-Deal-3623899.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-OLED-Display-angeblich-erst-2019-in-allen-Modellen-3646219.html
[5] mailto:bsc@heise.de