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iPhone X: Produktion läuft besser

Apple scheint die Herstellungsprobleme bei seinem Top-Smartphone in den Griff bekommen zu haben. Die verbesserte Verfügbarkeit sei nicht auf eine geringere Nachfrage zurückzuführen, glaubt ein üblicherweise gut informierter Analyst.

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Das iPhone X ist an seinem (fast) randlosen Bildschirm zu erkennen.

(Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez)

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Apples anfangs schwerwiegende Herstellungsprobleme beim iPhone X sind offenbar größtenteils behoben. Davon geht der mit guten Kontakten in Apples asiatische Lieferkette ausgestattete Analyst Ming-Chi Kuo aus. Seit letzter Woche ist es einfacher geworden, ein iPhone X zu kaufen – aktuell muss man nur noch sieben bis 14 Tage warten, bis man das Gerät von Apple geschickt bekommt. Davor lag die Lieferbarkeit bei zwei bis drei Wochen – kurz nach Verkaufsstart mussten einige Kunden gar einen Monat warten.

Die Produktion läuft seit Auslieferungsstart der Geräte Anfang November besser als von Apple erwartet, schreibt Kuo, der beim taiwanischen Bankhaus KGI Securities arbeitet, in seinem neuen Bericht. In den Werken von Apples wichtigstem Auftragsfertiger Foxconn in China liefen momentan 450.000 bis 500.000 Einheiten pro Tag vom Band. Vor vier bis acht Wochen waren es im Rahmen der Vorproduktion laut Kuo nur 50.000 bis 150.000 iPhone-X-Geräte – und zwar pro Monat.

Ein Problembereich waren laut Kuo Komponenten für die LTE-Antenne, die anfangs vom Produzenten Murata kommen sollten und nun vor allem vom Fertiger Career geliefert werden. Daneben scheint das True-Depth-Kamera-Modul, das mit seinem 3D-Sensor inklusive Infrarotprojektor für die Gesichtserkennung Face ID verwendet wird, Produktionsschwierigkeiten gehabt zu haben. Hier konnten LG Innotek und Sharp ihre Komponentenausbeute deutlich verbessern, so Kuo.

Die schnellere Lieferbarkeit beim iPhone X habe nichts mit einer geringeren Nachfrage zu tun, glaubt der Analyst. Insgesamt werde Apple im vierten Quartal 2017 zehn bis zwanzig Prozent mehr Geräte ausliefern als zuvor geplant. Zudem würden iPhone-X-Bestellungen noch in diesem Jahr ausgeliefert, die Apple bislang für das erste Quartal 2018 geplant hatte. Das Weihnachtsgeschäft sollte also insgesamt besser laufen als gedacht – dafür dürften die Steigerungsraten im ersten Quartal 2018 flach ausfallen oder im Minus landen, so Kuo.

Das iPhone X ist Apples bislang teuerstes Smartphone. Die Geräte sind beim Hersteller selbst ohne Mobilfunkvertrag zu Preisen ab 1150 Euro erhältlich, die Topversion mit 256 GByte Speicherplatz kostet gar 1320 Euro. (bsc)