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iPhones "Made in India" kommen nach Europa

Apple hat offenbar genug Produktionskapazität aufgebaut, um die in Indien statt China gefertigten Smartphones in andere Märkte zu exportieren.

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Apple-Chef Tim Cook bereist derzeit erneut Indien.

(Bild: dpa, Divyakant Solanki)

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Apple hat damit begonnen, in Indien produzierte iPhones nach Europa auszuführen: Der Auftragsfertiger Wistron exportiere die in einem Werk in Bengaluru endmontierten Modelle iPhone 7 und iPhone 6s in erste europäische Märkte, wie das indische Wirtschaftsblatt Economic Times berichtet. Bislang hat Apple iPhones in Indien nur für den lokalen Markt fertigen lassen, unter anderem um hohe Steuern bei der Einfuhr zu vermeiden.

Die für den Export gedachten Stückzahlen seien relativ klein und würden derzeit noch unter 100.000 iPhones pro Monat liegen, schreibt die Economic Times – dies seien aber bereits "70 bis 80 Prozent" der Produktion in dem indischen Wistron-Werk. Erste Lieferungen wurden angeblich schon vor einigen Monaten aufgenommen. Ob iPhones mit dem Aufdruck "Assembled in India" auch für den deutschen Markt gedacht sind, bleibt vorerst unklar.

Der Ausbau der Produktionskapazität in Indien und der Beginn des Exports der dort produzierten Modelle in andere Märkte scheint Teil von Apples großer Produktionsverlagerung: Der Konzern versucht derzeit, die Abhängigkeit vom Standort China erheblich zu verringern und die iPhone-Endmontage in weitere asiatische Länder zu verlagern. Auch Indonesien und Vietnam sind als mögliche Fertigungsstandorte im Gespräch.

Der Konzern wolle sich damit nicht nur gegen die Auswirkungen des Handelsstreites zwischen USA und China wappnen, sondern seine Lieferkette und Produktion insgesamt besser verteilen. Auch die steigenden Lohnkosten in China und eine rückläufige Geburtenrate zählen Berichten zufolge zu den Gründen.

Apples wichtigster Auftragsfertiger Foxconn will noch im laufenden Jahr damit beginnen, die Endmontage von iPhones ebenfalls in Indien durchzuführen. Es wird erwartet, dass Foxconn dort auch neuere Modelle bis hin zum Flaggschiff iPhone XS produziert. Das iPhone 7 führt Apple auch hierzulande noch selbst im Programm, das iPhone 6s ist nur noch über Dritthändler erhältlich – es dient im Moment neben dem kleineren iPhone SE als Einstiegsmodell, das für gut 300 Euro gehandelt wird.

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(lbe)