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iTunes Radio: Apples Schimpfwortfilter streikt

Eigentlich sollte "Explicit Language" nicht so einfach über den Streamingdienst des iPhone-Herstellers an die Zuhörer gelangen. Doch die Filtertechnik ist nicht perfekt.

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Apple hat offenbar Probleme mit dem Kinderschutz bei seinem in den USA und Australien verfügbaren Audio-Streamingdienst iTunes Radio auf iPhone und iPad. Wie AppleInsider meldet, kann es vorkommen, dass Songs mit expliziten Inhalten, etwa dem "F-Word" und anderen US-Schimpfwörtern, in die Ohren der Hörer gelangen, obwohl diese in den iOS-Systemeinstellungen "Allow Music & Podcasts Rated Explicit" zuvor abgedreht hatten.

Als Beispiele wurden unter anderem "Billionaire" von Travie McCoy und Bruno Mars genannt, aber auch Lupe Fiasco mit Tracks vom Album "Lasers". Umgekehrt kommt es aber offenbar auch vor, dass zensierte Tracks laufen, wenn die "Explicit Language" offiziell erlaubt ist, meldet AppleInsider. Die Probleme sollen bereits bestehen, seitdem iTunes Radio im vergangenen September online gegangen ist. Konkurrierende Dienste wie Pandora zeigten solche Fehler nicht.

Eine Auswahl "expliziten" Materials, die per iTunes Radio empfangbar war.

(Bild: AppleInsider )

Im Zusammenhang mit Apples Musikspeicherdienst iTunes Match gab es vor einigen Jahren bereits ähnliche Probleme – wenn auch der umgekehrten Art: 2012 kam es vor, dass Nutzer, die ihre "expliziten" Songs mit dem Dienst abgleichen wollten, später plötzlich entschärfte Versionen zurückgeliefert bekamen.

Apples werbefinanzierter Musikdienst iTunes Radio soll in den USA bereits Spotify überholt haben, ist in Europa aber nach wie vor nicht verfügbar. (bsc)