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iTunes verbessert Mietvideos – für noch nicht vorhandene Betriebssysteme

Apple hat am Dienstagabend ein Update seiner Medienverwaltung online gestellt, deren wichtigste neue Funktion erst ab iOS 10.3 beziehungsweise tvOS 10.2 laufen.

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iTunes verbessert Mietvideos – für noch nicht vorhandene Betriebssysteme

Apples Filmmietdienst soll flexibler werden.

(Bild: Apple)

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Ein überraschendes Update für iTunes hat Apple vor einigen Stunden veröffentlicht: Version 12.6 soll laut Angaben des Herstellers erlauben, auf einem Mac oder PC gemietete Videos endlich auch auf den vom Kunden besessenen Apple-TV- sowie iPhone-, iPad- und iPod-touch-Geräten abzuspielen – und umgekehrt. Die "Rent once, watch anywhere"-Funktionalität gab es bislang erstaunlicherweise nicht. Mietete man einen Streifen etwa auf einem iPhone, musste dieser dort auch fertiggeguckt werden, ein fliegender Gerätewechsel war nicht drin. Apple bietet in seinem iTunes Movie Store mittlerweile eine erkleckliche Auswahl an Mietfilmen zu Preisen ab ungefähr 3 Euro.

Wer die nun endlich verfügbare Kombination aus mobilen und stationären Videositzungen sofort ausprobieren möchte, wird allerdings enttäuscht: Um "Rent once, watch anywhere" zu nutzen, werden neben einem Mac oder PC mit OS X 10.9.5 oder höher beziehungsweise Windows 7 oder höher auch Apple-TV-4-Boxen mit tvOS 10.2 respektive iOS-Geräte mit iOS 10.3 benötigt. Allerdings sind weder tvOS 10.2 noch iOS 10.3 bereits offiziell verfügbar – beide Betriebssysteme befinden sich nach wie vor in einem ausgedehnten Betatest. Die Verfügbarmachung von iOS 10.3 und tvOS 10.2 zusammen mit der gestrigen Vorstellung neuer iPads trat wider Erwarten nicht ein.

Warum Apple das somit funktionslose iTunes 12.6 jetzt schon veröffentlichte, bleibt daher unklar – immerhin können es aber Teilnehmer am öffentlichen Betaprogramm des Konzerns ausprobieren. Das Update soll weiterhin kleinere, nicht näher ausgeführte Stabilitätsverbesserungen liefern. Der Download auf dem Mac ist knapp 280 MByte groß, unter Windows sind es 190 MByte. Die App ist traditionell kostenlos. Ob mit der Aktualisierung auch Sicherheitsprobleme behoben werden, blieb zunächst unklar.

[Update 22.03.17 11:55 Uhr:] Wie der iTunes-Experte Kirk McElhearn festgestellt hat, kann iTunes 12.6 nun (wieder) Abspiellisten in eigene Fenster packen. Zudem gibt es einen verbesserten Mini-Player.

[2. Update 23.03.17 11:54 Uhr:] Laut Apple enthalten sowohl iTunes 12.6 für Windows als auch iTunes 12.6 für macOS verschiedene sicherheitsrelevante Fehlerbehebungen. Löcher wurden demnach in
SQLite und expat gestopft, die mit der Medienverwaltung ausgeliefert werden. (bsc)