macOS 10.13: Leichterer Hackintosh mit NVMe

Apple bringt in High Sierra Treiber für besonders schnelle SSD-Module mit – bislang musste man sich diese selbst zusammenbasteln.

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macOS 10.13: Leichterer Hackintosh mit NVMe

Kein Hackintosh, sondern ein zerhackter Mac Pro.

(Bild: iFixIt)

Von
  • Ben Schwan

Der Bau eines flotten Hackintosh (siehe Mac & i Heft 01/2017) wird künftig etwas einfacher: Wie Entwickler bemerkt haben, liefert Apple in macOS 10.13 High Sierra Treiber für bislang nicht standardmäßig unterstützte SSDs von Fremdherstellern mit. Konkret geht es um NVMe-Module (Non-Volatile Memory Express), die über den PCI-Express-Bus angebunden werden, der einen bis zu drei Mal höheren Durchsatz als SATA verspricht.

Bislang kam der von Apple in macOS mitgelieferte Treiber, IONVMeFamily, nur mit NVMe-Modulen zurecht, die Apple selbst in seinen Produkten verbaut – gleiches galt zudem meist auch für die Controller-Bausteine. Entsprechend musste man IONVMeFamily zunächst patchen und den von Hackintosh-Bastlern entwickelten HackrNVMeFamily-Treiber einsetzen. Der galt zwar als stabil, doch solche Treiber mit direktem Zugriff auf Speichermedien sind nie unproblematisch.

Mit der aktuellen Beta von macOS 10.13, die derzeit nur zahlenden Entwicklern zur Verfügung steht, verbessert sich die Lage nun. Wie Betroffene berichten, arbeiten auch bislang nicht unterstützte NVMe-SSDs direkt unter High Sierra, was der MacObserver unter anderem mit einem HP Z2 G3 Mini nachstellen konnte. Im InsanelyMac-Forum wurden Erfolge mit den Samsung-PCIe-SSDs 950, 960 EVO und 941 vermeldet.

Derzeit ist noch unklar, warum Apple IONVMeFamily derart verbessert hat – möglicherweise sind dies Vorarbeiten zum neuen iMac Pro oder dem neuen Mac Pro, der für nächstes Jahr auf Apples Plan steht. Da macOS 10.13 High Sierra aktuell noch in einer Betaphase ist, könnte es sich theoretisch auch um einen schlichten Fehler handeln, den Apple in späteren Versionen "ausmerzt".

Die Vorabversion soll ab Ende Juni auch von normalen Nutzern getestet werden können, dann erscheint die High Sierra Public Beta. Eine Anmeldung für das Betaprogramm ist kostenlos möglich – höchst empfehlenswert ist aber, für die Vorabversion eine Maschine zu verwenden, die nicht im Produktiveinsatz ist. (bsc)