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macOS 10.14: Nachrichten-App wirft XMPP und soziale Netze raus

Apples Nachrichten-App unterstützt auf dem Mac künftig nur noch iMessage. Die Systemintegration von sozialen Netzwerken und Videodiensten fällt ebenfalls weg.

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macOS Mojave

(Bild: Apple)

Mit macOS Mojave stellt Apple die Unterstützung des offenen Protokolls XMPP (Extensible Messaging and Presence Protocol) ein: Die integrierte Nachrichten-App arbeitet künftig nur noch mit Apples hauseigenem iMessage-Dienst zusammen und kann – im Zusammenspiel mit einem entsprechend eingerichteten iPhone – SMS-Nachrichten senden und empfangen. Das Hinterlegen eines Jabber-Accounts ist nicht mehr möglich, wie Entwickler berichten.

XMPP/Jabber ist das letzte in der Nachrichten-App verbliebene Dritt-Messaging-Protokoll, einst unterstützte das Programm neben Apples eigenem iChat auch AIM – sowie weitere Dienste wie beispielsweise Google Talk und Facebook Chat per XMPP.

Jabber-Account hinzufügen – in macOS 10.13 noch möglich.

Mit macOS 10.13 High Sierra bereitet die Jabber-Integration bereits zunehmend Probleme, wie Nutzer beklagen, das Passwort des hinterlegten Accounts werde nicht mehr gespeichert und müsse deshalb häufig neu eingegeben werden.

Ob Apple dieses schon seit Veröffentlichung von High Sierra im Herbst 2017 bestehende Problem noch angehen will, bleibt unklar.

Ebenso wie iOS 11 im vergangenen Jahr streicht auch macOS 10.14 Mojave die seit mehreren Jahren bestehende Systemintegration von sozialen Netzwerken. Dem fällt die Twitter- und Facebook-Integration ebenso zum Opfer wie die Einbindung des Videodienstes Vimeo sowie der Foto-Plattform flickr, wie Entwickler berichten. Entsprechende Accounts lassen sich in den Systemeinstellungen nicht länger hinterlegen.

Die Facebook-Integration in macOS ist allerdings schon seit Ende Mai – rund um den DSGVO-Stichtag – kaputt: Die Anmeldung mit den Account-Daten des sozialen Netzwerkes schlägt fehl, entsprechend lassen sich auch Termine und Kontakte nicht mehr abgleichen. Ob Apple die Verbindung zu dem Netzwerk frühzeitig gekappt hat oder Facebook selbst die Schnittstelle blockiert, ist nach wie vor unklar.

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(lbe)