Menü
Mac & i

macOS 10.14 "Mojave" bringt viele Verbesserungen

Neben einer Auffrischung der Bedienoberfläche mit modernem "Dark Mode" und neuen sowie verbesserten Apps im nächsten macOS zeigt Apple eine Vorschau des Projekts Marzipan: iOS-Apps auf dem Mac sollen aber erst nächstes Jahr kommen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 339 Beiträge
Apple: macOS 10.14 GOLDENNUGGET bringt TRALALA

(Bild: Apple)

Apples Software-Chef Craig Federighi zeigte auf der Entwicklerkonferenz WWDC die neuen Funktionen von macOS "Mojave" – und das zum ersten Mal zum Ende der Keynote hin, nach der Vorstellung von iOS 12, watchOS 5 und tvOS 12 (siehe dazu auch den Liveticker). "Mojave" (gesprochen: "Mohawe") ist eine Wüste im Westen der USA.

Mit dem neuen Dark Mode lässt sich die gesamte Bedienoberfläche in einen Nachtmodus umschalten, den es bislang nur für die Menüzeile und das Dock gibt. Alle Apple-Apps unterstützen den Dark Mode, Software anderer Hersteller muss erst angepasst werden, Apple stellt dazu eine API bereit. Der dynamische Desktop kann nach den Vorgaben des Anwenders zu gewünschten Zeiten verschiedene Hintergrundbilder anzeigen.

macOS Mojave (10 Bilder)

Die nächste Version von macOS heißt Mojave.
(Bild: Apple)

Der Desktop fasst in macOS 10.14 unaufgeräumte Dokumente, Fotos und so weiter in geordneten Stapeln am Rand zusammen, die sich automatisch aufklappen, wenn man mit der Maus darüber fährt. Der Finder lernt eine Galerie-Ansicht hinzu, um Dokumentinhalte mit Voransicht und Metadaten schnell durchzuscrollen. Die Ansicht enthält in der rechten Spalte Aktions-Buttons, die sich auf einzelne Dateien oder ganze Selektionen ausführen lassen. Die Schaltflächen kann man auch individuell vorgeben und programmieren, etwa mit Automator.

Das Screenshot-Tool von "Mojave" bringt nun die üblichen Markup-Werkzeuge, sobald man das Ergebnis eines Bildschirmfotos anzeigt. Continuity erlaubt es künftig, Material direkt von einem iOS-Gerät zu übernehmen, etwa ein iPhone-Foto in ein Mac-Dokument.

Finder-Stapel bringen Ordnung auf den Desktop.

(Bild: Apple)

Sicherheit im Fokus

Bei macOS 10.14 legt Apple einiges Augenmerk auf die Sicherheit und Privatsphäre der Anwender. Die Kamera und das Mikrofon beispielsweise dürfen von Apps nur noch verwendet werden, wenn der Anwender diese Anfrage autorisiert. Ebenso gelangen Dritt-Apps erst nach Anwender-Freigabe an persönliche Daten wie den E-Mail-Verlauf oder die Datenbank der Nachrichten-App.

Im Zuge einer verbesserten Tracking Prevention blockiert Safari Like- und Teilen-Buttons sowie Kommentar-Widgets von sozialen Netzwerken erst einmal, sodass man durch diese nicht mehr getrackt werden kann, obwohl man sie gar nicht nutzt. Auch kann Safari eine vereinfachte Systeminformation an Web-Server übermitteln, was die üblichen Tracking-Mechanismen erschwert.

Neue Apps

Die aus iOS bekannte News- sowie die Home-App kommen auf den Mac, ebenso die für iOS 12 renovierte Aktien- und Sprachmemo-App. Mit der Facetime-App kann man an den neuen Gruppen-Chats von iOS 12 mit bis zu 32 Personen teilnehmen. Wie erwartet, krempelt Apple den App Store auch in macOS komplett um.

Alte Macs bleiben außen vor

Die Systemvoraussetzungen haben es in sich. An älteren Macs unterstützt Mojave nur die alten Mac Pros aus den Jahren 2010 und 2012, sofern in ihnen eine moderne Metal-fähige Grafikkarte steckt. Ansonsten müssen Macs mindestens aus der Zeit von Mitte 2012 oder neuer stammen. High Sierra unterstützte noch Macs von Ende 2009 oder neuer.

Apple-Entwickler können die Beta von macOS Mojave noch am Montagabend herunterladen. Die für das größere Publikum gedachte Public Beta erscheint später, gegen Ende des Monats. Dafür wird eine Anmeldung benötigt. Eine Veröffentlichung der finalen Versionen plant Apple wie in den vergangenen Jahren im Herbst. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Angepasste iOS-Apps bald auf dem Mac

In Zukunft sollen sich iOS-Apps mit Hilfe eines neuen Frameworks leichter in eine auf macOS lauffähige Version anpassen lassen. Die Gerüchteküche deutete diese Entwicklung bereits an: das "Projekt Marzipan". Um einen einfachen Simulator oder Emulator handelt es sich dabei also nicht. In macOS Mojave wird es aber noch nicht soweit sein. Nur Apple nutzt die neuen Fähigkeiten bereits exklusiv für die Apps News, Aktien, Sprachmemos und Home in Mojave. Entwicklern steht das Feature ab Ende 2019 zur Verfügung, sagte Federighi. (thk)